Ein Einblick in meine Arbeit als Systemischer Coach

Den Impuls zu diesem Beitrag gibt vor einigen Tagen die Rückmeldung einer Bloggerin, mit der ich mich zuletzt per Email im Sommer 2014 ausgetauscht habe.

Sie ist ein tolles Beispiel dafür, was schon die Vorbereitung auf ein Coaching bewirken kann, wenn jemand aus einer gefühlt festgefahrenen und belastenden Situation etwas zum Guten hin verändern möchte.

In ihrem Fall ging es um den derzeitigen Arbeitsplatz und damit verbundene Blockaden.

Das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken? Sperrung an der Panoramastraße Chapmans Peak Drive, Südafrika, Foto: Annette Mertens

Drei Fragen lösen den Knoten im Kopf

Aufgrund der räumlich großen Distanz zueinander, stelle ich ihr damals per Email ein paar Fragen, die ich meinen Kunden gerne als Hausaufgabe vor dem ersten persönlichen Termin mit mir auf den Weg gebe:

  1. Was bremst dich aus bzw. was macht dir Angst? Was würdest du tun, wenn es diese Angst nicht gäbe?
  1. Was wäre dir wichtig, wenn du wüsstest, dass du nur noch zwei Jahre zu leben hättest?
  1. Was würdest du (beruflich) tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde bzw. immer genug davon da wäre?

Die Aufmerksamkeit umlenken

Durch die Auseinandersetzung mit diesen Fragen fällt nicht zwangsläufig sofort die Lösung deines Problems vom Himmel, doch es passiert etwas Erstaunliches: Der Druck fällt ab. Du fühlst dich entlastet. Deine Aufmerksamkeit liegt nicht mehr auf den Gründen, die dich blockieren.  Neue Ideen, egal, wie verrückt und unrealistisch sie auch erst mal sein mögen, finden bei dir endlich wieder Gehör. Dein Kopf ist frei. So entdeckst du Türen und Möglichkeiten, für die du vorher blind warst.

Die Bloggerin hat infolge der Beantwortung der Fragen ihre Blockade überwunden: Sie verändert sich nicht nur beruflich, sondern setzt parallel einen lang gehegten Traum konkret in die Tat um.

Bei dieser Hausaufgabe geht es erst einmal nur darum, die Aufmerksamkeit umzulenken: Weg von dem, was alles nicht geht.

Weg von dem, was dich belastet, hin zu neuen Optionen

Eine Erfahrung mache ich immer wieder mit diesen Fragen: Bei allen Kundinnen und Kunden, die sich bis zum ersten Termin bei mir mit ihrer Hausaufgabe intensiv beschäftigen, gerät die Situation in Bewegung: Sie entwickeln neue Ideen oder Ziele, die wir im persönlichen Coaching vertiefen, um gemeinsam Schritt für Schritt den Weg dorthin zu planen.

Sind die Fragen auch etwas für dich? Oder du kennst jemanden, dem diese Fragen gerade helfen könnten?

Ich freue mich, wenn du meinen Beitrag teilst oder per Email weiterleitest.

Oder suchst du gerade einen Coach? Dann schreib mir an coaching(at)annettemertens.de

Weitere Infos unter http://www.annettemertens.de

Text + Fotos: Annette Mertens

Freie Fahrt bis zum Horizont, Golden Gate NP/Südafrika Foto: Annette Mertens

Golden Gate NP/Südafrika Foto: Annette Mertens

 

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#Ruhrköpfe: Den Knoten lösen

53 Gedanken zu “#Ruhrköpfe: Den Knoten lösen

  1. Als Kollegin gesprochen: ich finde die erste Frage am wirkungsvollsten. Da gehts gleich direkt ans Eigentliche: Sind Blockaden, Ängste etc nur Ausreden, weil ich nicht weiß, was ich wirklich will? Wie stark bin ich motiviert, etwas zu tun? Bin ich es überhaupt? Oder sind das nur durch andere induzierte Selbstansprüche? usw.
    Die beiden anderen Fragen verleiten zu Umwegen wie: „Aber es ist ja nicht genug Geld da“, „der Tod kann jederzeit eintreten“ usw. Auch bei der ersten Frage ist wichtig, sich nicht auf die Barrieren zu konzentrieren, sondern auf das, was man tatsächlich tun möchte. Wenn das gelingt, ist der Erfolg schon halb erreicht.

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  2. Und plötzlich fallen diese kleinen Stoppschilder, die wir mit uns herum tragen. Vielleicht ist man sich dieser Schilder oft gar nicht bewusst. Ich verstehe gut, dass sich ein Gefühl der Freiheit einstellt, wenn man Mut für etwas Neues wagt.
    Ganz liebe Wochenendgrüße, Emily

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  3. Was für ein schönes Gefühl muss es sein bei jemandem den Knoten zu lösen und ihn auf seinem neuen Weg zu wissen… auf den Fragen werde ich die nächsten Tage noch herumdenken. Lieben Dank Anette und noch einen schönen Abend!!!

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  4. Hallo Anette,
    ein guter Ansatz für ein neues Leben / für neue Wege.
    Doch manchmal ist der Kopf noch so dicht, dass man nicht sieht, wann man wohin gehen soll.
    Und leider spielen manchmal finanzielle Probleme eine nicht zu unterschätzende Rolle.
    LG Norbert

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  5. Liebe Annette,
    diese drei Fragen sind es wert, ausgeschnitten und eingerahmt zu werden,
    denn sie können Schlüssel und Wegweiser zugleich sein.
    Dankeschön, dass Du andere an dem Schatz Deines beruflichen Wissens teilhaben lässt.
    Lo

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  6. Servus Annette
    Deine 3 Fragen sind herausfordernd und perfekt, um aus seinem Muster auszusteigen.
    Da ist es wie mit den Wanderwegen. Man kann immer den gleichen gehen, obwohl es viele Abzweigungen hat. Nimmt man nie eine davon, sieht man auch nichts Neues. Allerdings braucht es Mut, Vertrauen und den berühmten ersten Schritt. Ich stehe schon lange an einer Abzweigung – ziemlich bockig.
    Liebe Grüsse Erika

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