Achtsamkeit

„Wir werden nie jemand anders sein“.

Gedanken von Sandra Matteotti, die ich hier gerne teile.

Falls wir uns nicht mehr lesen, wünsche ich euch allen Frohe Weihnachten und eine angenehme Zeit mit euren Liebsten, Annette :-)

Philosophische Praxis

  • Wir streben nach Schönheit, übersehen aber die Blume am Strassenrand.
  • Wir wollen hoch hinaus, wollen Erfolg, überhören aber ein einfaches Lob, wenn es ausgesprochen wird.
  • Wir streben nach Auszeichnungen, träumen von grossen Lobesreden, übersehen dabe das dankbare Lächeln eines Kindes.
  • Wir schauen zum Gipfel, sehen ihn als erstrebtes Ziel, und trampeln auf dem Weg dahin achtlos über Blumen, Gräser, durch Wälder und Dörfer.
  • Wir sehen, was wir alles wollen und nicht haben, jammern über all die verpassten Chancen und nicht zu erreichenden Ziele. Wir sehen, dass wir nur einen Bruchteil von allem haben, was es gibt, und übersehen dabei, was wir alles schon haben, das sogar richtig gut und wertvoll ist. Wir ignorieren, was wir schon geschafft haben, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, zu sehen, was wir noch wollen – oder denken zu müssen.

Was wir dabei übersehen: Wie privilegiert wir sind, uns diese Gedanken überhaupt machen zu…

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83 Gedanken zu “Achtsamkeit

  1. „Wir werden nie jemand anders sein“ – dieser Satz stand im Grunde am Anfang meines Erwachsenwerdens (das – um ehrlich zu sein – später einsetzte als mit 18…). Zu verstehen, dass ich immer jemand anders sein wollte, aber nicht aus mir herauskomme, war letztlich der erste Schritt zu einem Leben, für das ich selbst Verantwortung übernehmen konnte. Mühsam, aber auch befreiend… Gut, dass Du mich noch einmal daran erinnerst…

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  2. Da hast du einen wunderbaren Text rebloggt! Dass vieles davon allerdings schon einigen ganz bewusst ist, sieht man an dem (Mode?)Wort „Achtsamkeit“, dem man inzwischen häufig begegnet. Auf jeden Fall legt der Text den Finger auf typische Wunden in unserer Gesellschaft . Vor Kurzem habe ich gehört, dass ein Pfarrer aus Afrika als Einleitung zu seiner Adventsrede eine Gemeinde gefragt hat, wer denn nun eigentlich gestorben sei, um auf die desperate Stimmung und Mienen zur Adventszeit unter ihnen hinzuweisen. Dir eine gesegnete, ruhevolle Zeit und bis zum Wiederlesen! Liebe Grüße, Petra

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  3. „wir werden nie jemand anders sein“ – so ist es, und es ist gut so! schöne und wichtige gedanken, obwohl mir ehrlich gesagt der begriff „achtsamkeit“ langsam überstrapaziert scheint.. mir jedenfalls begegnet er oft, so oft, dass ich denke, genug. denn sonst schlägt es ja wieder um.. aber: wie dem auch sei, auch dir, liebe annette, ein leuchtendes fest und schönen jahresausklang :) mit lieben grüßen, diana

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  4. Pingback: Achtsamkeit — Ruhrköpfe – romanticker-carolinecaspar-autorenblog.com

  5. Liebe Annette,
    ich wünsche dir von Herzen eine friedliche und fröhliche Zeit und uns ein Wiederlesen im neuen Jahr.
    An dem Text von Sandra stört mich eindeutig das „wir“ – ja, es gibt viele Menschen, die so oder so sind, aber es gibt auch viele andere Menschen und auch ihr Handeln oder Nichthandeln sehe ich sehr differenziert.
    Herzliche Grüße
    Ulli

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    • Hallo liebe Ulli, ich kann gut nachvollziehen, dass dich das „wir“ stört. Ich interpretiere das „wir“ in solchen Texten eher als stilistisches Mittel, um viele Menschen zu erreichen. Niemand von uns ist statisch, das ist von Mensch zu Mensch immer sehr individuell und dynamisch. Ein „ich“ im Text könnte diese breite Wirkung nicht erreichen… Liebe Grüße von hier zu dir, Annette

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  6. Ein sehr schöner Beitrag von Sandra. Danke, dass du hier bei dir darauf aufmerksam machst.
    Ich muss gestehen, dieser ewige Konkurrenzkamp mit anderen Leuten ging mir schon als junger Mensch gewaltig auf die Nerven. Mein Mann meint manchmal, dass ich zu viele kleine Blümchen (und Tierchen) am Wegrand sehe … ;-) :-D

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  7. Liebe Annette,

    ja so ist es – immer besser, höher, weiter und dabei stolpern wir schon wieder meckernd über die kleinen Glücksmomente und sehen gar nicht, wie gut es uns geht.

    Dir auch zauberhafte Weihnachten und die Muße die kleinen Glücksmomente wahrzunehmen!

    Herzliche Grüße
    Birgit

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