Lockdown – macht was draus!

Anna schreibt über ihre aktuelle Situation. Ich empfinde es ähnlich:

„Ich kann mir den Frust von der Seele schreiben. Viele andere können das nicht. Ich würde mir sehr wünschen, dass wieder auf die Menschen und nicht auf die Zahlen geachtet wird. Ich bin dankbar für jeden Tag, an dem alle um mich herum gesund sind und trage dafür den Lockdown mit allen Einschränkungen gerne mit. Trotzdem möchte ich den Damen und Herren der Politik und Verwaltung ein Zitat von Max Frisch ans Herz legen:

„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“

In diesem Sinne – macht endlich was draus!

Bunt und farbenfroh ...

Morgendliche Bad-Routine. Ich schaue in den Spiegel und stelle fest, dass es so weit ist. Die Haare um die Ohren fangen an, sich zu kräuseln. Der Friseurbesuch würde anstehen, wäre da nicht so ein hinderlicher Lockdown. Ich probiere es mit einem Mittelscheitel und werde es noch eine Weile aushalten müssen. Wie sehr ich langhaarige Frauen in dieser Zeit beneide. Beim Anziehen greife ich zur festen Jeanshose, weil ich meine Jogginghose, wer hätte das je gedacht, im Moment nicht mehr sehen kann. Ich ziehe mich an, schminke mich, suche Ohrringe aus und trage mein Parfüm auf. Dann bin ich fertig gestylt für den Hundespaziergang. Wieder zu Hause, sitze ich nach dem Frühstück, pünktlichst zum Arbeitsbeginn vor meinem Computer. Das Homeoffice beginnt.

Zu Hause arbeite ich grundsätzlich gerne und bin es aus früheren Zeiten gewöhnt. Kein nerviger Anfahrtsweg. Ich bin konzentrierter bei der Sache und erledige mangels Ablenkung mehr Aufgaben als im…

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45 Gedanken zu “Lockdown – macht was draus!

  1. Danke für dieses tolle Posting/ den tollen Reblog, Annette! Es baut richtig auf zu wissen, dass man in seinem Versuch dem Ganzen vor allem Positives abzugewinnen nicht alleine ist. ;-) Wir „Deutschen“ scheinen immer gern die Katastrophe zu suchen, und finden die schlußendlich auch, zumindest im eigenen „ich“. :-))
    Bei einigen unserer Offiziellen könnte ein „A…tritt“ nicht schaden, denn wir haben hier Schüler:innen die ein Recht drauf haben auch in Sachen „Digitalisierung“ am Ball bleiben zu können. Liebe Grüße, Michael

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  2. Liebe Annette es ist schön zu wissen , dass es uns allen doch gleich geht 😄das wichtigste ist, etwas daraus zu machen . Das fällt nicht immer leicht und die sogenannte Selbstmotivation ist nicht jeden Tag präsent . Bleiben wir alle gesund und freuen uns auf schönere Zeiten 🍀😊
    Liebe Grüße Mona

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  3. Oh ja, danke für den tollen Artikel. Also mir hat die Pandemie wahrscheinlich den Job gerettet. Durch eine Migräne-Erkrankung bin ich in den letzten Jahren immer öfter ausgefallen. Das gefiel natürlich meinem Arbeitgeber überhaupt nicht, was er auch deutlich machte. Dann kam die Pandemie und seit März 2020 arbeite ich – wie ein Großteil meiner Kollegen – im Homeoffice. Die Folge: Ich muss mich nicht mehr durch den Berufsverkehr quälen, kann flexibler beim Anflug einer Attacke reagieren und mich direkt mal eine Stunde auf der Couch ausruhen. Und schon war ich im letzten Jahr keinen einzigen Tag mehr krank. Arbeitgeber glücklich, ich glücklich… Und ich kenne es auch aus früheren Zeiten, dass eine Krise etwas Produktives sein kann. Ich bin schon lange der Meinung: Eine Krise ist Mist, aber Mist ist Dünger. :-)

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  4. Danke fuer diesen Beitrag und den Link, liebe Annette. Ein wirklich bemerkenswerter Artikel.
    Auch von hier verfolge ich sehr genau die Situation in Deutschland und empfinde die als Hick-Hack. Mehr Klarheit, Entschlossenheit und Einigkeit wuerden meiner Meinung nach wirklich gut tun.
    Was ein Lockdown wirklich fuer Euch bedeutet, das kann ich natuerlich nicht gut nachvollziehen, weil wir hier absolut keinen Lockdown haben. Aber die Tatsache, dass wir uns selbst isolieren, d.h. z.B. keinen Besuch empfangen und nicht mehr in Geschaefte zum Einkaufen gehen, belastet uns doch ein wenig, und gibt wenigstens ein kleines Bisschen das Gefuehl, wie es fuer Euch sein muss.
    Hier in Fredericksburg haben wir wenigstens insofern etwas Glueck gehabt, als die Impfungen vergleichsweise gut angelaufen sind – wesentlich besser als in Grossstaedten, und selbst dort war es wohl immer noch erheblich besser als in Deutschland. So sind Mary und ich froh, dass wir unsere erste Impfung bekommen haben und auch schon den Termin fuer die zweite. Aber trotzdem werden wir, selbst nach einer zweiten Impfung, immer noch absolut vorsichtig sein, wohl kaum viel anders als bisher.
    Liebe Gruesse aus einem lausig kalten Fredericksburg, und bleib‘ gesund,
    Pit

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    • Danke für den kleinen Einblick, lieber Pit, ich finde es immer sehr interessant, aus eurer und anderen entfernten Regionen (nicht aus den Medien, sondern von den Bewohnern) zu lesen, wie es dort gerade ausschaut und sich die Lage entwickelt. Dadurch lässt sich hier manches besser einschätzen. Danke auch dafür. Alles Gute weiterhin und viele Grüße aus dem winterlichen Do, Annette

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  5. Liebe Annette, ich habe den Beitrag von Anna gestern auch gelesen und er sprach mir aus der Seele. Schön, dass du auf ihn aufmerksam machst! Wir können uns gegenseitig ein bisschen Halt geben und das ist am Ende viel!
    Liebe Grüße
    Ulli

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  6. Pingback: Lockdown – macht was draus! | Maja die Biene

  7. Wer kennt das nicht. Probleme die wir haben. Was aber würden die sagen, die auf einer Intensiv Station liegen. Da geht es um mehr. Daran muß ich oft denken. Dann denke ich. Aber … Scheiß auf das Aussehen der Haare und des Aussehens. Genieße das Leben …
    LG Jürgen

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  8. Liebe Annette, ich ersaufe gerade in einem Meer an rostigen und verdreckten Schrauben, aber ich könnte es mir nicht besser wünschen, denn, wenn ich alles wieder zusammenbauen kann, bin ich fertiger Zweiradmechaniker, zumindest für dieses eine Modell :D Beste Grüße aus dem sonnigen Marburg!

    Gefällt 6 Personen

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