Westfalenhallen-Weg nicht sperren!

Mehrfach pro Woche nutze ich selbst diesen Weg, um sicher und weitgehend unbehelligt vom Straßenverkehr in den kleinen Wald mit Naturschutzgebiet zu kommen. Obwohl es seit Jahrzehnten keine Unfälle gab, soll der Weg nun zugunsten und auf Initiative der Westfalenhallen gesperrt werden. Bitte unterstützt und verbreitet die Petition und den Hinweis auf die Demonstration gegen die Sperrung zum Erhalt eines wichtigen Verbindungsweges für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen. Danke!

Anbei füge ich euch den Originaltext der Petition mit weiterführenden Informationen und Links hinzu:

„Im Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt ist für die zentrale Wegeverbindung zwischen Innenstadt und Stadion geregelt, dass die Westfalenhallen GmbH auf ihrem Betriebsgelände „die weitere, entschädigungslose Nutzung dieser Wegeverbindung für den öffentlichen Fuß- und Radverkehr zu dulden hat“. Dieses für die Allgemeinheit verbriefte uneingeschränkte Nutzungsrecht will die 100 %ige Tochter der Stadt jetzt einschränken und den Durchweg zumindest temporär sperren. – Und die Politik scheint zustimmen zu wollen!

Der Weg muss von den Bürgerinnen und Bürgern dauerhaft und auch sicher genutzt werden können. Um die jetzt benannten Gefährdungen zu unterbinden, sind von der Westfalenhallen GmbH ein Sicherheitskonzept zu beauftragen und geeignete Sicherheitsmaßnahmen vorzusehen. So können z. B. Anlieferzonen markiert oder ein Sicherheitsdienst für die Dauer von Anlieferungen beauftragt werden. Das geplante Kongresszentrum und die Messehallen können zudem verschoben und damit der Durchweg somit zugunsten von Ladezonen verbreitert werden. Damit wäre dann endlich auch die von vielen schon lange geforderte gestalterische Aufwertung des zentralen Durchwegs möglich.

Doch die Westfalenhallen wollen stattdessen am liebsten das gesamte Betriebsgelände und damit auch den für die Allgemeinheit wichtigen Verbindungsweg dauerhaft abriegeln. Den BügerInnen werden dann lange Umwege zugemutet auf dem Weg zur Bolmke, zur Körnig-Halle, zum Stadion, zur Bahnstation oder auch zum Schwimmbad. Doch bei Fußballspielen soll der Weg dann befristet geöffnet werden für die Fans.

Damit nicht der Schwanz mit dem Hund wedelt, muss der Rat das im Erbbaurechtsvertrag verbriefte jederzeitige Durchgangsrechts zugunsten seiner Bürgerinnen und Bürger durchsetzen. Die gefahrenlose Nutzung des Weges ist von der Westfalenhallen GmbH durch geeignete Maßnahmen zu garantieren.

Wir fordern vom Rat der Stadt und der Westfalenhalle GmbH:

  •  Die uneingeschränkte Nutzung des Durchwegs muss gemäß Erbbaurechtsvertrag dauerhaft erhalten bleiben.
  •  Keine temporären Sperrungen des zentralen Verbindungswegs.
  •  Beauftragung und Umsetzung eines Sicherheitskonzepts.
  •  Verbreiterung und Gestaltung des Durchwegs mit Bäumen.

Begründung

Für Fußgänger und Radfahrer ist der Weg zwischen den Westfalenhallen die zentrale Verbindung aus der Innenstadt zu den Freizeit und Erholungseinrichtungen südlich der B1. Dieser Weg führt abseits vom Autoverkehr direkt und sicher zur Bolmke, zur Bahnstation, zum Stadion, zur Körnighalle und auch zur künftigen Eventmeile an der Strobelallee. Eine Sperrung würde zu erheblichen Umwegen führen, die für Ältere, Kinder oder auch bewegungseingeschränkte Menschen nicht zumutbar sind. Betroffen wären sowohl die vielen alltäglichen Nutzer dieser Verbindung als auch die touristischen Besucher der Stadt. Stadtbedeutsame Nutzungen würden bei versperrtem Durchweg zum Hinterlieger der Westfalenhalle und Messe und nur noch über längere und unattraktive Umwege zu erreichen sein.“

Wer sich detaillierter informieren möchte, kann die Verwaltungsvorlage ‚Veranstaltungsbereich Westfalenhallen-Grundsatzbeschluss‘ (Drucksache: 19863-21) lesen über folgende Links:

-Hauptvorgang:

https://dosys01.digistadtdo.de/dosys/gremrech.nsf/TOPWEB/19863-21.

Anlage:

https://dosys01.digistadtdo.de/dosys/gremrech.nsf/TOPWEB/19863-21-E3 Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Olaf Greve aus Dortmund

https://www.openpetition.de/petition/online/westfalenhallen-weg-dauerhaft-offen-halten-und-sichern

#Ruhrköpfe in eigener Sache

46 Gedanken zu “#Ruhrköpfe in eigener Sache

  1. Ich kann da natürlich nicht mitreden, da mir die Bedeutung und Lage dieses speziellen Weges nicht vertraut ist.
    Aber ich denke, dass es in die Zeit paßt und zu den Konferenzen, auf denen gutbezahlte Worte fallen, auf denen der Normalbürger darauf eingestimmt wird, dass das Heizen teurer wird und es deshalb mit seinem eigenen Weltraumausflug noch ein bißchen dauert, dass man Wege für Radfahrer und Fußgänger sperrt – sollen sie doch Auto fahren! Wo kämen wir hin, wenn wir das Absichtsgeschwafel auch noch ernst nehmen, umsetzen würden?
    Am Ende würde sich die Welt wie in den besten Pandemiezeiten von all der Hast, all dem Schmutz erholen! Das darf nun wirklich nicht passieren.
    Also, ihr Fußgänger und Radler: tut etwas für die Wirtschaftserholung, fahrt mit dem Auto, wie es seit Jahrzehnten geplant und teuer ausgebaut wurde!

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      • Gewiß stimmt auch der 2. Ansatz, ich nehme mic da auch nicht aus. Wenn ich mir überlge, Raum ist in der kleinsten Hütte, die Wohn- (und Sanitär!) Verhältnisse von früher… Die Autos werden immer größer, die Fahrräder brauchen Stromanschluß, der Fußgänger für jede Gelegenheit ein anderes Paar Schuhe… Und ja, es sind unglaublich viele Menschen. Die zudem nicht gerne den anderen Platz machen.

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  2. Das ist wieder einmal typisch … interessant übrigens, dass Fussballfans anscheinend Spezialbehandlung bekommen sollen.
    Wenn die Westfalenhallen den Weg bereits ohne Entscheidung gesperrt haben – illegal wie ich meine – können die Fussgänger sich dann nicht über die Sperrung hinwegsetzen und trotzdem dort durchgehen? Oder ist das nicht möglich? Theoretisch müsste man dann die Polizei einschalten können.
    Ich kann ja nicht zur Demo kommen, aber ich schaue mal auf die Webseite, ob da eine Unterschriftensammlung ist oder sowas.

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  3. Danke für die Info, Annette! Auch städtische Unternehmen sind nicht davor gefeit Recht zu brechen! Seit einiger Zeit „liebe“ ich solche Kommunalunternehmen. Habt ihr dem Aufsichtsrat, in dem auch Mitglieder des Stadtrats sitzen schon einen Brief geschrieben? Die sollten sich nicht aus der Verantwortung stehlen können. Ggf. solltet Ihr durch Einsichtnahme in Planungsunterlagen über diesen Weg erreichbarer Gebäudlichkeiten dieser GmbH prüfen ob nicht genau dieser Weg für die Erlangung von Fördermitteln zum Wohle der Allgemeinheit, also zum Erhalt dieses Weges erhalten wurden. Meist holt man sich über so was zusätzliches Geld, will aber dann die Baulast nicht tragen. Alles Gute! LG Michael

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  4. Annette, soweit ich das verstehe gibt es einen Vertrag über ein Wegerecht. Der sollte doch Bestand haben!? Vielleicht kann man sich auch auf das Gewohnheitsrecht berufen?
    Für die Geld Giganten zählt der einzelne Mensch leider nicht Bohne.
    Ich wünsche den Bürgern dass der Rat der Stadt dem Druck stand hält und nicht zu Ungunsten der Bevölkerung entscheidet.
    LG Lilo

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      • Das traurige an der ganzen Sache ist, diese Leute haben ja ganz bewußt das Recht gebrochen. Auch wenn sie eine Strafe erhalten sollten, die werden sie ganz sicher aus der Portokasse begleichen. Traurig aber wahr – Geld regiert die Welt. Mich würde es nicht wundern wenn ein paar Mutige doch noch zu Gegenmaßnahmen greifen. Ich drücke für alle Betrtoffenen die Daumen für einen vernünftigen Ausgang.
        LG Lilo

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