Street Art – Fassadenkunst – Winterruhe

An der B54, Foto: Daniela K.

Die Fotografin dieser Bilder, Daniela, kenne ich schon fast mein ganzes Leben. Als wir gestern telefonierten, bemerkte sie als treue Mitleserin meines Blogs die schon länger andauernde Beitrags-Ruhe hier bei den Ruhrköpfen. Ja, das stimmt. Hier ist wenig los. Ich bin wohl ein wenig müde. Müde, weil Winter ist – was ich ganz schön finde. Müde von Corona – wem geht es nicht so? Müde vom Schreiben – vielleicht!? Ich gönne den Ruhrköpfen und mir jetzt einfach diese Pause. Im Hintergrund arbeite ich gerade an einem anderen Thema:

Wie steht ihr zum Thema Sterbebegleitung?

Was fällt euch spontan dazu ein?

S-Bahn-Brücke an der Chemnitzer Straße, Foto: Daniela K.

Auch das ist #Dortmund

61 Gedanken zu “Auch das ist #Dortmund

  1. Solcherart Häuserkunst, die Häuser verschönern, mag ich sehr. (Wenn Gebäude einfach beschmiert werden, mit grauenhaften Schriftzügen und hässlichen Symbolen, dann handelt es sich einzig um Sachbeschädigung. Etwas, was man gerade im urbanen Raum immer häufiger antrifft …)

    Deine Frage zum Thema Sterbebegleitung beschäftigt mich über viele Jahre intensiv.
    Mein Grundgedanke ist die Hoffnung auf einen friedvollen Tod – ich versuche, zu sortieren. Was ich als sehr wesentlich erachte, ist, in Würde leben zu dürfen. Und dazu gehört für mich auch ein würdevolles Sterben. Ein Thema, das in den letzten Jahren intensiv diskutiert wurde, auch in Ethikkommissionen. Wir können das Leben nur als einen Kreislauf aus Werden – Sein – Sterben begreifen. Und gerade am Beginn und am Ende gibt es so viele Rätsel, wir werden sie nie vollends lösen. Aber wir können unser Sein sehr wohl mitbestimmen – und darum geht es mir!

    Lasse liebe und an vielem sehr interessierte Grüße hier! C Stern

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  2. Liebe Annette,
    ist das eine tolle Fassadenbemalung! SUPER und auch von deiner Freundin fein aufgenommen.
    Sterbebegleitung – ich war mit einer Person in Zürich, wo sie im Stil ihren Tod zelebrierte. Seitdem denke ich, mit Sterbehilfe möchte ich auch so selbstbestimmt sterben. Sterbebegleitung bei einer Person, die natürlich stirbt, das würde mich, glaube ich, an meine Grenzen bringen.
    Ich bin sehr gespannt, was du dazu machen wirst und wie die Kommentare sein werden.
    Mit fröhlichen Grüßen vom stürmischen Meer
    Kb
    The Fab Four of Cley
    :-) :-) :-) :-)

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  3. Tolles Hauswandbild! Sind die beiden Leitern inzwischen weg? Nach dem Aufruf zu Meinungsäusserungen zum Thema Sterbebegleitung das Foto einer Brücke zu zeigen entbehrt nicht einer gewissen Komik. Liebe Grüsse ins Ruhrgebiet von einem ehemaligen Wuppertaler (Barmen)

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  4. Das ist ja mal nett. Ein altes Haus, das vermutlich schon bessere Tage gesehen hat, mit einem schönen Bild einer herbeiphantasierten, anderen Welt mit romantischen Bäumen und Schloß und das ist noch nicht alles…
    Wie war die Frage? Sterbebegleitung? Die nüchterne Welt, die dem Kranken und dem Alten schon mal besser gefiel, verlassen helfen?
    Eine sehr, sehr wichtige Sache. Eine Kollegin von einst (ich hatte ziemlich lange Angst vor ihr und ihrer bestimmten Art, als wir uns nach einigen Jahren zusammengefunden, -gerauft hatten war unsere Zusammenarbeit wirklich gut, wirklich vertrauensvoll – ich hoffe, sie würde das so bestätigen) hat sich nach der Pensionierung auf dieses Feld begeben. In Hospizen und, glaube ich, auch wo gewünscht bei den Menschen daheim. Ich muß zugeben, dass ich immer noch schlucke, wenn ich mir vorstelle, ich sollte… Nicht, weil ich nicht möchte, nicht, weil ich dem Tod nicht nahekommen will. Sondern aus einer großen Angst, die Menschen dort zu verletzen (seelisch, versteht sich), wo sie am Empfindlichsten sind: man kann’s halt nicht wieder gut machen. Es fehlt die Gelegenheit.
    Und ich habe mindestens schon zweimal einem Todkranken etwas verprochen, was ich dann nicht halten konnte, da das Gegenüber eben plötzlich fehlte. Zweimal schon habe ich versprochen, was wir zusammen tun könnten, wenn es ihnen besser geht. Tja… Ich glaube, dass das nicht böse oder falsch war. Aber mir geht’s nach.

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    • Danke dir. Auf der Fassade findest du viele Wahrzeichen unserer Stadt, wie z. B. die Hörder Burg, Fernsehturm Florian, das Dortmunder U der früheren Union-Brauerei, einen der ehemaligen Fördertürme usw. plus einen Hinweis auf die etwa 50 % Grünflächen, die sich vermutlich mit der räumlichen Ausdehnung des gesamten Stadtgebietes zu dieser Menge ergeben, denn insgesamt dürfte es hier gerne noch viel mehr Grün geben

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  5. Liebe Annette,
    schoen, wieder von Dir zu hoeren/lesen. Solche Fassadenkunst finde ich immer wieder schoen anzusehen. Wir haben viele solcher Fassaden vor ein paar Jahren in Cincinnati [https://wp.me/p4uPk8-1yM ] bewundert, und auch im vergangenen Jahr wieder in San Angelo [https://wp.me/p4uPk8-3S7].
    Zu Deiner Frage: mit diesem Thema habe ich mich noch so gut wie gar nicht beschaeftigt.
    Ich wuensche Dir alles Liebe und Gute, vor Allem gute Gesundheit – koerperlich sowie seelisch in diesen Zeiten – und erhole Dich gut waehrend Deiner Blogabstinenz, die ganz einfach (immer mal wieder) noetig ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiss.
    Liebe Gruesse aus einem zur Zeit lausig kalten Fredericksburg,
    Pit

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  6. Die angespannte Müdigkeit und Leere empfinde ich derzeit auch. Es ist Winter, wenig Licht und alles um uns herum scheint eher finster. Wortlosigkeit ist vielleicht die richtige Antwort darauf.

    Ich habe von fünf Jahren meine Frau beim Sterben begleitet: Zunächst über Jahre hinweg in einer schweren Krankheit, die am Ende in ein Hospiz führte. Mich hat diese Zeit sehr geprägt und auch viel mit mir gemacht. Ich möchte fast sagen, sie hat mir das Leben näher gebracht. Sehr schmerzhaft und intensiv. Eine Zeit, von der ich heute profitiere. Unvergessen in dieser Zeit damals sind meine Gespräche mit den Mitarbeitern im Hospiz. Ihnen verdanke ich viel. Einsichten in den Tod und das Leben und wohl auch in mich.
    Liebe Grüße,
    Werner

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    • Hallo Werner, danke dir, besonders für deine Offenheit. Ich empfinde es ähnlich: Das Bewusstsein über unser Ende, den eigenen Tod und den Tod unserer Liebsten hat mich zu einem bewussteren, intensiveren Umgang mit dem Leben gebracht, was ich trotz all des schmerzhaften Verlustes und der Trauer als bereichernd empfinde…
      Liebe Grüße, Annette

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  7. Liebe Annette, das sind zwei ganz besonderes Fotos von Daniela K. Danke Dir vielmals.
    Was Sterbebegleitung anbelangt, möchte ich klar unterscheiden zwischen Sterbehilfe (z.B. Exit, in der Schweiz erlaubt) und Begleitung durch eine nahe oder eine fremde Person. Auf Sterbehilfe würde ich verzichten wollen, allein schon aus religiösen Gründen, denn ich glaube an einen Plan Gottes. Wir kommen ohne unser Einverständnis zur Welt und sollten sie auch so verlassen. Wenn ich ehrlich sein will, hoffe ich natürlich, dass ich nie in die Situation komme, wo ich meine Leiden nicht mehr ertrage.
    Was die Sterbebegleitung angeht, finde ich das eine gute Sache. Sterbende erleiden oft Ängste oder wollen ihre Angehörigen nochmals sehen. Allerdings fällt auch mir auf, dass viele Menschen allein sterben, das kann kein Zufall sein. Eine sterbebegleitende Person sollte ein feines Gespür haben dafür, wann der sterbende Mensch allein sein möchte und sollte ihm immer wieder Gelegenheit dazu einräumen. Meine geliebte Cousine, die nicht mehr bei vollem Bewusstsein war, wartete ganz offensichtlich darauf, dass sie mich nochmals „sehen“ konnte. Ein paar Stunden danach starb sie – allein.
    Du siehst, Dein Thema stösst bei Deinen Lesern bzw. Leserinnen auf reges Interesse. Alles Liebe, Elisa

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  8. Die Streetart ist bemerkenswert!

    Ich kann mir vorstellen, dass eine Sterbegleitung sehr individuell ausfallen muss. Ich glaube nicht, dass ich in dem Moment Lust auf ein Zimmer voll sprechender Leute hätte. Aber ich weiss es natürlich nicht.

    Eine Freundin von mir leistet Sterbebegleitung und kümmert sich auch ansonsten um ältere Leute. Sie sagt, dass man die Sterbenden ganz zum Schluss allein lassen sollte, weil sie dann ungestört ihre Begegnung mit ihrem Schöpfer haben können. So hat sie es auch mit ihrem Vater getan. Er fing dann in der Nacht an klar und deutlich zu sprechen, und zwar in einer Sprache, die sie nicht kannte bzw. nicht erkannte.

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  9. Dann gönne Dir die Pause, die Du brauchst, liebe Annette.

    Sterbebegleitung ist ein weites Feld. Dazu fällt mir eine ganze Menge ein – und zu allem, was damit zusammen hängt. Ich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob man so etwas „professionalisieren“ kann oder sollte. Hast Du einen bestimmten Anlaß, Dich mit dem Thema näher zu beschäftigen? Vielleicht tauschen wir uns, wenn Du magst, irgendwie off blog aus? Man sagt mir nach, ich könne auch zuhören.
    Ganz liebe Grüße!

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    • Danke dir. Nach einigen Todesfällen in meinem nahen Umfeld, mit und ohne Sterbebegleitung, beschäftigt mich das Thema zunehmend. Mit Begleitung meine ich, die- oder denjenigen, bei dem sich der Tod ankündigt, ein Stück des Weges zu begleiten, obwohl den letzten Teil natürlich jede/r für sich gehen muss. Und ich denke darüber nach, wie ich mir das für mich selbst wünsche, wenn es irgendwann so weit ist.
      Viele liebe Grüße, Annette

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      • Und da gib es wahrscheinlich eine Menge zu überlegen, richtig? Geht mir ganz ähnlich, Annette. Und bei dem Gedanken, daß die nächste Beerdigung in unserer Familie meine sein wird, wann auch immer. – Wollen wir uns mal zusammen mailen?
        Ganz liebe Grüße, Heinz

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        • Danke dir, ich bin denke noch drüber nach, was mir in dem Moment wohl am liebsten sein wird.
          Email geht immer, wenn die Antwort nicht prompt erforderlich ist ;-)
          coaching(at)annettemertens.de
          Liebe Grüße, Annette

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  10. Liebe Annette, ich war einige Zeit Mitglied in der DGHS – Deutsche Gesellschaft für humanes Sterben, bin aber ausgetreten. Wer sollte sich für mich einsetzen und mich in dieser Zeit begleiten? Es gibt niemanden mehr, und ich hoffe, dass ich die Kraft habe, mich selbst an ein Hospiz zu wenden, wenn es an der Zeit ist. Ich weiß schon jetzt, dass ich alleine sein werde, habe aber keine Angst. Der Tod ist eine allgemeingültige Angelegenheit. Jeder muss da durch, ob er will oder nicht. Von aktiver Sterbehilfe halte ich nichts. Gott macht als Letzter das Licht aus.

    Viele Grüße und danke für das schöne Foto! Alles Liebe, Gisela

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    • Hallo liebe Gisela,
      sehr interessant, danke dir für deine offenen Worte. Und wenn du mal etwas mehr über deine Zeit in der DGHS und deine Erfahrungen berichten möchtest, findest du in mir eine interessierte Zuhörerin. Herzliche Grüße und alles Liebe, Annette

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  11. Tolle Fassadenkunst! Davon haben wir hier in Düsseldorf auch ein paar coole Ecken.

    Sterbebegleitung?
    Ich kenne eine Sterbebegleiterin und eine Ihrer Betreuten, die mittlerweile leider verstorben ist. Die beiden kamen sich extrem nah und als die „Freundin“ starb, war es echt schwer.
    Professionelle Sterbebegleiter bewundere ich und ich finde es schön und tröstlich, dass es sie gibt.
    Und ich bin der Meinung, dass jeder Mensch über seinen Tod entscheiden kann.
    Worauf auch immer Du hinauswillst….
    LG Nicole

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    • Danke, liebe Nicole. Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr in Düsseldorf, genau genommen, seit die eine gute Freundin aus Ddorf nicht mehr lebt und viel zu jung auf eigenen Wunsch gegangen ist.
      Ich möchte auf nichts Spezielles hinaus, befasse mich nach mehreren Todesfällen im engsten Kreis in den letzten Jahren mit und ohne Sterbebegleitung nun wieder verstärkt mit diesem Thema…
      Liebe Grüße nach Düsseldorf, Annette 😊

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  12. Dir auch noch ein gutes und gesegnetes Neues Jahr, Annette! Wirklich tolle Bilder. Echte Kleinodien. Sterbebegleitung? Ja, das wird „uns“ (unsere Gesellschaft) ob der ab 2030 vergreisten Republik immer mehr beschäftigen (müssen). Ich weiß nicht wie es ist, denn ich hatte noch keine Realerfahrung, wie man so sagt. Als ich in meinem früheren Leben kath. Priester werden wollte, wäre dies nicht einmal auf der Ausbildungsliste gestanden. Ich konnte es mir also kaum vorstellen. Da mir aber schon das sog. „Beichtsitzen“ nicht adäquat erschien wollte ich mich mehr dem Kanonischen Recht zuwenden. Man vermutete (Du siehst die aktuell wieder aufkeimenden Probleme mit der RKK?) ich würde als eine Art „Kirchenstaatsanwalt“ tätig werden, und „mochte“ mich nicht mehr. Lol LG Michael

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    • Danke, lieber Michael, ich hoffe, Daniela, die Fotografin, liest mit.
      Als Kirchenstaatsanwalt würdest dudie RKK sicher so richtig aufräumen und reformieren, wie es schon lange überfällig ist. Doch Spaß macht das nicht bei all diesen grauenhaften Delikten, Lügen, Betrügereien, Tricksereien, Heucheleien und Verbiegungen 😨 Da müssen alle Ermittler*innen gut auf sich aufpassen, um nicht darüber zu verzweifeln 😞
      Liebe Grüße und genieße noch ein wenig die Winterzeit mit ihren vielen schönen Seiten, Annette 👍🙂

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  13. Liebe Annette, spontan fällt mir etwas ganz anderes ein und auf: Ich höre/lese in den letzten Jahren verstärkt von Menschen, die sich für Ausbildungen im Thema interessieren, sie angefangen oder beendet haben und in dem Bereich arbeiten. Ich nehme keine Wertung vor, ich stelle nur das Häufigerwerden fest und denke, dass wohl das Interesse wie auch die Notwendigkeit besteht 🤔
    Ganz herzliche Abendgrüße 😁☁️🍷🍪👍

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    • Liebe Christiane, danke dir. Wahrscheinlich liegt es an der demographischen Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen und es ist eins der letzten Tabus, das nun auch endlich seinen rechtmäßigen Platz in der Gesellschaft findet. Herzliche Grüße und einen angenehmen Abend, Annette👍😃🐈🍷

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  14. Noch ein Nachtrag von mir: Die Seelsorgerin in der Klinik hat mir ein Heftchen gegeben, das ich nur empfehlen kann. Veröffentlicht von der Diakonie Deutschland und dem Krebsverband Baden-Württemberg e.V. Es heißt: Die letzten Wochen und Tage, eine Hilfe zur Begleitung in der Zeit des Sterbens

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  15. Am 12. Januar ist meine Mutter plötzlich gestorben. Zwei Wochen lag sie noch im Krankenhaus, aber nur in den letzten Stunden, als sich ihr Zustand rapide verschlechterte, durften wir an ihr Sterbebett. Trotzdem, ich bin dankbar, dass wir es noch durften und so saß ein Teil ihrer Familie in ihren letzten Stunden noch bei ihr. Wir haben gesungen und gebetet und uns untereinander über alte Zeiten ausgetauscht. Meine Mutter dämmerte derweil langsam hinüber in ein anderes Reich, aber sterben konnte sie erst als sie allein war, in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages. Ja, ich würde es als eine Begleitung bezeichnen. Wir haben uns gegenseitig begleitet, denn unsere Mutter hat uns ein Stück des Weges mitgenommen, bevor sie das letzte Stück allein ging. Für die Stunden vor ihrem Tod und all die Dinge, die wir noch für sie tun konnten, singen, beten, die Hand halten, die Beine massieren, und sie ihr vertraute Stimmen hören lassen, bin ich unendlich dankbar. Der Verlust wiegt schwer!
    Bettina

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  16. Moin liebe Annette! Natürlich fällt die Blogabstinenz auf, doch jeder braucht aml eine Pause oder entwickelt sich in eine neue Richtung. Wir brauchen alle im Moment,Sonne, Freunde und ein wenig leichtes Leben, ohne Kriegsszenarien und Seuchenberichten. Sterbebegleitung habe ich vor ein paar Jahren bei einem meiner Ziehkinder gemacht und er wohnte bei mir bis zum Hospiz. Eine Erfahrung, auf die ich hätte verzichten können, mit all den Schmerzen, enttäuschten Hoffnungen und Hilfeleistungen, die für mich absehbar unnütz waren, aber meinem Schützling viel bedeutet haben. Ein paar letzte Besuche ist etwas ganz anderes, als beim Sterben permanent zugegen zu sein. Ich wünsche dir Erholung und bald gutes Wetter für eine kleine Runde ;-)

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    • Danke, lieber Arno. Ein Kind auf dem letzten Weg zu begleiten, gehört wohl zu den schwersten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann. Ich ziehe meinen Hut vor Menschen wie dir, die bis zum Schluss dabei bleiben, auch dafür ein ganz großes Danke an dich <3

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  17. Liebe, nicht persönlich bekannte Annette!
    Sterbebegleitung: als alte Krankenschwester weiss ich, dass ich niemanden beim Sterben begleiten kann – es gibt Wege, die alle Wesen allein gehen. Aber ich kann Sterbendem beiseite stehen, die Hand halten, ein offenes Ohr anbieten, letzte Wünsche erfüllen undoder einfach dasein.
    Herzliche Grüsse von einer mit Dortmund verheirateten Ruth

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    • Hallo liebe Ruth,
      ja, ich verstehe, was du meinst. Wir kommen (natürlich mit Unterstützung der Mutter und anderen) allein auf die Welt und wir gehen allein, egal, wie viele Menschen an unserem Sterbebett sitzen werden. Danke für deine Gedanken, die ich nun weiter auf mich wirken lasse und herzliche Grüße aus dem sonnigen Dortmund, Annette

      Gefällt 3 Personen

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