Wahlrecht ab 16?

Mich treibt dieses Thema schon eine ganz Weile um, denn weshalb sollten 16-jährige grundsätzlich weniger gut dazu befähigt sein als ältere Menschen, deren kognitive Leistungsfähigkeit auch nicht in Frage gestellt wird?

Bei der Recherche zu diesem Thema fand ich beim bpb – Bundeszentrale für politische Bildung diesen Beitrag dazu:

Wählen Ab 16? Pro und Contra

„Ob es richtig ist, das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken, lässt sich nicht wertneutral beantworten. Es ist aber sinnvoll, Argumente beider Seiten daraufhin zu überprüfen, ob sie sich empirisch unterfüttern lassen. Im Rahmen unserer Jugendwahlstudie 2019 haben wir das getan und kamen zu dem erstaunlichen Schluss, dass beide Seiten von Umständen ausgehen, die sich nicht bestätigen lassen. Gegner*innen einer Reform scheinen Recht zu behalten, wenn sie anzweifeln, dass die Absenkung des Mindestwahlalters zu einem Zuwachs an politischer Reife führt. Allerdings deutet alles darauf hin, dass ein solcher Zuwachs nicht nötig ist, wenn man die 16- und 17-Jährigen mit der nächstälteren Kohorte vergleicht. Bereits mit 15 Jahren sind die Jugendlichen an Politik interessiert, verfügen in normalem Umfang über politisches Wissen und Interesse – und das, ohne bislang wahlberechtigt zu sein. Auch mit Blick auf die Kontextargumente im Zusammenhang mit dem Wahlalter werden Handlungsoptionen ersichtlich: Wenn man sich entscheidet, das Wahlalter abzusenken, eröffnen sich Mobilisierungspotenziale, die allerdings unter dem Aspekt der demokratischen Gleichheit auch kritisch zu bewerten sind“.

bpb, Autoren: Thorsten Faas und Anton Könneke

Den gesamten Beitrag mit institutionell-rechtlichen, Reife-/Einstellungs- und Kontext-Argumenten, sowie weitere Infos über die beiden Autoren findet ihr auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung – bpb:

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/jugend-und-protest-2021/340349/waehlen-ab-16/

Screenshot, abgerufen am 07.05.2022, Quelle: https://www.wahl-o-mat.de/nordrheinwestfalen2022/app/main_app.html

Wahlrecht ab 16?

42 Gedanken zu “Wahlrecht ab 16?

  1. Ehrlich gesagt haben wir uns noch nie über ein Absenkung des Wahlalters Gedanken gemacht, obwohl man, glauben wir in Schottland, ab 16 wählen kann, sonst in UK ab 18.
    Wir glauben, dass die Jüngeren auch das Recht haben sollten, ihre Zukunft zu bestimmen. Ob’s mit denen zwar fortschrittlicher zugehen wird, wagen wir zu bezweifeln.
    Die Jungen haben sicherlich weitaus mehr und zeitgeistigeres politisches Verständnis als viele Alte. Siri :-) und :-) Selma schlagen vor, die Alten vom Wählen auszuschließen, da sie meist versteinert sind und eh schon lange genug wählen konnten. Grundsätzlich wäre zu fragen, wie es denn mit der Korrelation von Lebensalter und politischem Bewusstsein aussieht. Gibt es da überhaupt einen signifikaten Zusammenhang?
    Mit herzlichen Grüßen vom sonnigen Meer
    The Fab Four of Cley
    :-) :-) :-) :-)

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  2. Über das Thema habe ich einige Zeit meine Gedanken kreisen lassen.
    Zur Altersfrage beim Wahlrecht möchte ich rückmelden, dass ich DAS Alter nicht festmachen kann, in dem es bei jungen Menschen zu einer nötigen Ernsthaftigkeit kommt, um sich der Folgen ihres gesellschaftspolitischen Handelns bewusst zu sein. Es ist sehr unterschiedlich, einige sind mit 16 von erstaunlicher Reife, andere werden diese vielleicht nie erlangen. Trotz des Angebotes an Bildung – es wird dieses ja bei weitem nicht von allen angenommen! Überhaupt: Macht Bildung immer klüger? Ich wage zu behaupten: Leider nein, in vielem dient sie auch heute nur dazu, brave, lenkbare Soldaten aus Kindern und Jugendlichen zu machen. Dazu gibt es aufschlussreiche Dokus, um nur eine zu nennen: „Alphabet“, von Erwin Wagenhofer. Sehr sehens- und empfehlenswert! Ja, ich möchte meinen: Erschütternd!

    Andererseits lohnt es sich auch, darüber nachzudenken, ob denn auch alle jene, denen altersgemäß eine gewisse Lebenserfahrung zustünde, auch noch handlungsfähig sind: Altersstarrsinn und Altersegozentrik sind nämlich auch nicht die besten Voraussetzungen dafür, bei Wahlen maßvoll zu agieren. Insofern bräuchte es wohl so etwas wie einen Check, ob Menschen überhaupt befähigt sind, klare und menschenzugewandte Entscheidungen zu treffen.

    Nicht selten wünsche ich mir, dass Eltern eine Befähigung zur Elternschaft nachweisen müssten. Natürlich relativ unpraktisch und kaum realisierbar, aber tatsächlich in meinen Wünschen verankert, wenn ich die Auswüchse all dessen beobachte, was Egozentrik und Nichtverantwortlichkeit in dieser Welt alles anrichten können …

    Strafmündigkeit, Geschäftsfähigkeit, … – alles sehr wichtige Entscheidungen, müssten ebenso auf den Prüfstand!

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  3. Ein paar späte Gedanken (der Beitrag ist ja bereits einige Tage alt) dazu: Ist es vielleicht sinnvoll das Wahlalter zu senken in Anbetracht der Tatsache, dass gerade die „Babyboomer“ eine stille Mehrheit bilden und es „ungerecht“ wäre/ist, durch ihre Mehrheiten längst fällige andere Mehrheitsentscheidungen unmöglich zu machen? Ist es nicht die „junge“ Generation, die in Entscheidungen für die Weichen der Zukunft stärker berücksichtigt werden müssten? Und ist nicht genau die Absenkung des Wahlalters eine mögliche Antwort darauf?
    Liebe Grüße,
    Werner

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    • Danke, lieber Werner. Deine Gedanken und Fragen kommen sehr passend und keinesfalls zu spät, sondern „just in time“, denn bis zur Landtagswahl hier in NRW am 15. Mai ist für die Nicht-Briefwähler*innen noch ein wenig Zeit, sich mit dem Thema zu befassen und sonst gilt einfach: Nach der Wahl ist vor der Wahl 😉 Liebe Grüße, Annette

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  4. Das Wahlrecht auf 16 Jahre herab zusetzen macht vielleicht in der Landespolitik Sinn, aber nicht auf Bundesebene. Meine 16jährige Nachbarstochter hat vor der Senatswahl frohlockt, dass die ganze Klasse „die Linken“ wählen will. Unter diesem Aspekt halte ich eine Herabsetzung des Wahlalters für sehr daneben.
    Da es schon eine sehr lange Zeit her ist, dass ich Zugriff auf einen Lehrplan hatte, kann ich über die schulische Ausbildung von heute wenig sagen. Ich höre nur von Wahlfächern, welche hauptsächlich belegt werden können, um einen Abschluss zu erreichen. Nach meinen Empfindungen ist die Allgemeinbildung in den letzten 40 Jahren rapide gesunken, weil die Eltern sich auf die Schule verlassen und de Schule ohne Unterstützung aus dem Elternhaus total überfordert ist.
    Man könnte noch viel mehr dazu sagen, aber dass würde den Protest meiner Frau mit sich ziehen, weil ich nicht von der Tastatur lassen könnte.

    M. f. G. Jochen

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    • Danke dir. Macht nicht genau das eine gesunde Demokratie aus? Verschiedene Meinungen in verschiedenen Regionen machen auf die verschiedenen Fehlentwicklungen aufmerksam?
      Demokratie bedeutet für mich, einen Konsens zum Wohle der Mehrheit der Bewohner*innen zu finden. Die regionalen Ausschläge in die eine oder andere Richtung zeigen uns, wo es Probleme gibt, die mehr von unserer Aufmerksamkeit benötigen. Ein sehr großes Thema, das wir hier nur kurz anreißen können, doch ich freue mich sehr über deine/eure Gedanken und Ideen dazu. Solange wir alle miteinander unsere Standpunkte austauschen, glaube ich weiterhin an die Idee der Demokratie, auch dafür Dank an dich und alle, die hier ihre Gedanken mit uns teilen. Liebe Grüße an deine Frau und dich, Annette

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  5. Also ich denke auch, dass das Alter nicht unbedingt mit der (politischen) Reife einhergeht. Wäre es am Ende nicht so, dass eh nur die Interessierten 16-Jährigen wählen würden. Am Ende des Tages kommt es doch auf den Willen an, mit seiner Stimme eine bestimmte Überzeugung zu unterstützen. Warum sollten die U18-Jährigen das schlechter machen, als die darüber?

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  6. Eigentlich bin ich dafür.
    Es sei denn, mir fällt wieder auf, dass Jugendliche – und Kinder – ihre Bildung und ihre politische Bildung dem Internet, am besten irgendwelchen You – Tube – Tutorials, in denen es vorrangig um die richtige Schminke geht, entnehmen. Was für eine Generation!
    Dann wieder erfahre ich, woher’s die Älteren nehmen. Ein kleines Beispiel: ein guter Bekannter vertraute mir an: „Weißt du, meine Mutter – die ist schon über 50! – glaubt alles, was im Internet steht.“ Eine höchst aktive Impfgegnerin ist sie, die ansonsten nicht unsympathische Dame. Auch meine Antwort von damals schrieb ich schon irgendwo nieder: „Weißt du, ich bin über 60 und glaube gar nichts, was im Internet steht!“
    Und jetzt? Jetzt steh ich hier, ich armer Tor (das soll hier keine Anspielung auf’s Darknet sein!), und bin so klug als wie zuvor sagte man einst. Kein genaues Zitat, ich weiß, aber vielleicht sollte ich lieber mit dem wildgewordenen Pudel spielen, denn ernsthaft: wie bei so vielen anderen Fragen werde ich ja nicht ernstlich gefragt, man wird es tun oder es lassen, und ich find’s schon unverschämt genug, meinen Führerschein neu ausstellen lassen zu müssen – nur wegen seines, meines Alters!
    Jedenfalls hatte ich selten den Eindruck, dass die Jugend dümmer ist oder dümmere Ansichten hat, als das Alter. Allenfalls reagiert sie rascher auf neue Erscheinungen – das ist per se weder gut noch schlecht. Manchmal ist rasches Entscheiden* nötig, manchmal wäre abwarten und Tee trinken, eine Tugend des Alters, weitaus besser.
    (*Beispiele? Auf rasches, entschlossenes Handeln warten wir jetzt seit dem stummen Frühling, dem Club of Rome, eine rasche, rechtzeitige, vorurteilsfreie Kontrolle von Firmen wie, nur z.B., Wirecard, wäre nötig gewesen. Auf rasche Reisen in Kriegsgebiete um billig Stimmen der rasend Kriegslüsternen abzustauben könnte eventuell auch verzichtet werden.)

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    • Danke dir für deine kontroversen Gedanken dazu, die mich zu dem Schluss bringen, dass es uns allen gut tun würde, alle Generationen in die Entscheidungen über unser aller Zukunft einzubeziehen und nicht einen Großteil der Bevölkerung (unter 18) außen vor zulassen, besonders, da es vorwiegend auch um ihre Zukunft geht.

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      • Sehr richtig. Als vor Jahr und Tag meine eigenen Sprößlinge noch sogenannte Jugendliche waren und von vereinter Pädagogenschaft eingebleut bekamen, dass die Jugend auf dem Arbeitsmarkt eh keine Chance haben werde, größer gedacht noch: alles ist perdu. Da sagte ich ihnen: laßt sie reden. Die Arbeitsmarktlage? Ihr, die hierzulande lernende Jugend, seit nicht so viele, wenn ihr eine Ausbildung macht, wird jeder von euch Arbeit finden.
        Und überhaupt, größer gedacht: noch bestimmen wir, diese Generation und zum Teil noch die vor uns. Aber wartet nur, balde… gehört die Welt euch, ihr bestimmt und müßt dafür auch selbst Regelungen finden. Die Jugend gewinnt immer, sie muß nur abwarten können (was ihr naturgegeben schwerfällt).

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  7. 16 jährige sind heute viel klarer in ihrem Denken, als es zu meiner Zeit der Fall war. Sich damals für Politik zu interessieren war extrem uncool. Ich finde es gut, wenn junge Erwachsene sich mit 16 bei Wahlen einbringen, da machen mir verstockte und verblendete Midlifecriser viel mehr Kopfzerbrechen, denn die Wählen oft emotional und gegen die Gesellschaft, als dafür.

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  8. ich bin mir unschlüssig. Als ich heranwuchs, wurde man mit 21 mündig. Später dann mit 18. Ist die Politik überzeugender geworden? Reifer? Unreifer? Unhistorischer? Zukunfsträchtiger? Volljährigkeit mit 18 oder auch mit 16 oder 15, wenn es darum geht, den Bildungsweg, den Beruf, den Lebensort selbst zu wählen – das leuchtet mir ein. Denn tatsächlich kann ein heutiger Jugendlicher nicht mehr von seinen Eltern kontrolliert werden, und da ist es besser, ihm auch die Verantwortung für seine Entscheidungen zu übertragen. Auch eine Fahrerlaubnis kann ihm eigentlich nicht verweigert werden, zumal er das für ihn selbst viel gefährlichere Mofa und natürlich auch das Fahrrad und das E-Bord benutzen darf. Ich bin übrigens der Meinung, dass im Fall gefährlichen verkehrswidrigen Verhaltens eine erneute Fahrprüfung das beste Mittel ist – für alle Altersgruppen.
    Wenn also in all diesen Fragen incl Strafmündigkeit, Vertragsfähigkeit etc die Altersgrenze herabgesetzt wird, dann sollte man vielleicht mit dem Wahlalter hinterherziehen.

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  9. Im Grunde bin ich dafür. Die Jugendlichen orientieren sich und damit wollen sie sich au h positionieren. Viele absolvieren dann schon eine Lehre, auch da ist Eigenverantwortung gefragt. Und – frischer Wind wäre gar nicht schlecht.
    Liebe Grüße, Edith

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  10. Ich denke, dass erst ein politisches Bewusstsein erlernt werden muss und meiner Meinung nach sollte ab der 5. Klasse jeder wählen und dann die Klasse das Ergebnis mit dem offiziellen Vergleichen und diskutieren.
    Dann sind 16 Jahre auch ein gutes Alter und die Stimme kann sinnvoll eingesetzt werden.

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  11. Hey Annette,
    ich bin bei dem Thema eher skeptisch. Bei einer Altersgrenze von 14 würde sich die Frage genauso stellen, warum dieser oder jene 13jährigen weniger fähig sein sollten, zu wählen, als irgendwelche 14jährigen.
    Vielleicht könnte eine Mündigkeits-/Reifeprüfung ab dem 14. Lebensjahr Sinn machen. Mit dieser könnten junge Leute das vorzeitige Recht auf Wahlen, Führerschein und Geschäftsfähigkeit erwerben. Dazu gehört für mich, entsprechende Bildung kanalisiert zu vermitteln, z.B. im Rahmen eines dafür geschaffenen Schulfaches, Kurses oder einer AG.
    Liebe Grüße,
    Lyrix

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  12. Hallo Annette,
    eigentlich halte ich mich aus politischen Themen komplett raus, heute mache ich aber mal eine Ausnahme.
    Es gibt wenige Länder in denen 16 jährige den Bundestag (oder landestypisch vergleichbar) wählen dürfen. Ein solches Land ist Österreich. Das hatte bei der ersten Wahl gleich die negative Konsequenz, dass die Rechten in den Bundesrat einzogen und sogar in der Regierung mitwirkten.
    Das Wahlalter mit 18 Jahren finde ich persönlich passender.

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    • Hallo Labby,
      hat das nicht viel mehr mit politischer Bildung als mit dem Alter zu tun? Ich vermisse bei vielen, egal welchen Alters oder Milieus, die nötige politische Bildung: Staatsbürgerkunde, also das Wissen darum, wie unsere Demokratie überhaupt funktioniert, dass alle Bürger*innen nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben, der Sinn und Zweck von Steuern uvm., es scheint, da mangelt es in Deutschland allen Altersklassen an Grundlagenwissen. Bitte mehr Bildung für alle, damit Demokratie überhaupt eine Chance hat.
      Danke dir und liebe Grüße, Annette

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      • Hallo Annette, ja da hast du sicher recht. Nur fürchte ich, dass sehr junge Menschen durch die sozialen Medien leicht zu beinflussen und zu polarisieren sind. Aber es kommt ohnehin wie es kommt. Liebe Grüße Wolfgang

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        • Dasselbe sagen die Jüngeren an anderer Stelle über die Älteren und beide haben Recht. Danke dir für deine Gedanken und Ideen dazu – das macht für mich gelebte Demokratie aus, die Freiheit, sich auszutauschen und immer wieder neu Entscheidungen zum Wohle der Mehrheit der Bewohner*innen zu erarbeiten. Liebe Grüße, Annette

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  13. Ein wirklich schwierieges Thema. Nicht jeder Junge Mensch ist auf dem selben Entwicklungslevel.
    Und viele ältere haben bereits die Rückwärtsrolle angetreten.
    Ein Kollege sprach sich mal für einen „Wahleignungstest“ für alle aus. Da würden wahrscheinlich viele ihre Wahlberechtigung verlieren 😉

    Ab 16 Jahren halte ich persönlich für eine gute Altersgrenze. Frei nach dem Motto: Wer saufen darf, kann auch wählen gehen.
    Scherz beiseite: Durch den Politikunterricht in der Schule ist in dem Alter schon ein gutes Basiswissen vorhanden

    🌈😘😎

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  14. Pingback: Wählen Ab 16? Pro und Contra – Ein Denkanstoss von „Ruhrköpfe“ – DEEZ – Die Erste Eslarner Zeitung

  15. Eine wirklich interessantes, und auch präferiert zu behandelndes Thema, da unser Staatswesen ja immer mehr vergreist. Danke Dir, Annette! Aber ich bin ein wenig unsicher, ob man auf diese Weise nicht sog. „Rattenfänger:innen“ Tür und Tor öffnet. Denn in Bezug auf die politische Bildung lässt sich bei uns gerade seit fast 30 Jahre noch mehr tun. Ich erinnere selbst als Gymnasiast, dass ich mal von dieser „Bundeszentrale für politische Aufklärung“ (so glaube ich hieß dieses Staatsstelle damals!) Material wollte, das eigentlich für Lehrer:innen vorgesehen war. Da gab es eine historisch-politische Schriftenreihe. Wäre ich nicht in einem Internat gewesen und hätte einen Lehrer gefunden der mir da „gegenzeichnete“ die hätten es mir als Kollegstufenschüler nie übersandt. Du musstest also damals schon darum kämpfen politische Bildung zu erhalten. Ich weiß, dies ist jetzt etwas „kurz gefasst“, aber ich glaube, dass es seit Jahren nicht viel besser geworden ist. Danke nochmals für diese Erinnerung, und genieße ein schönes Wochenende! LG Michael

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    • Danke, lieber Michael, da bin ich ganz bei dir: Demokratie funktioniert nur mit entsprechender Bildung. Da hakt es in vielen Bereichen und daher ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, dieses Thema voran zu bringen, denn auch die älteren Wählerinnen sind nicht davor gefeit, „Rattenfängerinnen“ auf den Leim zu gehen.
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende und natürlich vielen Dank für’s Teilen auf deinem Blog, Annette

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  16. ab wann ist man strafmündig? ab wann geschäftsfähig? ab wann darf man einen führerschein machen?
    all diese altersgrenzen gehören auf den prüfstand.
    ich finde, dass junge menschen auch vor dem 18ten lebensjahr wählen dürfen sollten. ob man die grenze fürs wahlrecht bei 14, 15 oder 16 legt… am besten in das alter, wo man nicht mehr von kindern sprechen kann, sondern schon von jungen erwachsenen.

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