Wenn der Kuhstall zum Laufsteg wird – ein Leben zwischen den Gegensätzen

Eva Horstick Schmitt
Foto: Eva Horstick-Schmitt

Dortmund. In einem Sprichwort aus dem italienischen Friaul heißt es „Um das Schöne zu erkennen, muss man das Hässliche gesehen haben.“

Eva Horstick-Schmitt passt in keine Schublade. Ihre berufliche Karriere beginnt in einem Fotogroßraumstudio. Anschließend arbeitet sie in einem Verlag. Bei „Laudert“ stellt sie Druckvorlagen her. Die gebürtige Münsterländerin träumt schon lange von der Selbstständigkeit. Sie kündigt ihren Job, gründet ihr eigenes Unternehmen und wird schwanger.

„Als Alleinerziehende musste ich meinen Job selbst erfinden“

erzählt Eva. Sie beginnt mit der Organisation und Choreographie von Modenschauen. Anfang der 80er Jahre plant sie ihr erstes größeres Projekt: Eva fotografiert Models an untypischen Orten, beispielsweise einem Abstellgleis. Bei der Entwicklung im Labor verschwinden die analogen Filme. Statt dessen bekommt sie die Fotos eines Chinesen ausgehändigt.„Wenn der Kuhstall zum Laufsteg wird – ein Leben zwischen den Gegensätzen“ weiterlesen

About Ruhrkopf

Hallo,

wenn Du etwas mehr über den Kopf hinter den Ruhrköpfen erfahren möchtest, findest Du nun unter dem Menüpunkt „About Ruhrkopf“ ein paar Infos über mich :-)

Liebe Grüße
Annette

Eine Frau erfindet sich neu – von der Architektur zur Fotografie

Dortmund.

Die Künstler der "Kunstdomäne Dortmund", Foto: Anette Göke
Die Künstler der „Kunstdomäne Dortmund“, Rita-Maria Schwalgin 2. von rechts, Foto: Anette Göke

An einem sonnigen Frühlingstag im Mai treffe ich Rita-Maria Schwalgin in ihrem Atelier im Dortmunder Norden. Von außen wirkt es wie ein gewöhnliches Wohnhaus. Das Schild über der Einfahrt zeigt mir, dass ich richtig bin: Atelierhaus kunstDOmäne. Einer der Künstler, Franz Ott, begrüßt mich mit der Farbrolle in der Hand. Für die Veranstaltung „offene ateliers dortmund“ hübscht er den Durchgang mit weißer Farbe auf. Hinter der Toreinfahrt erwartet mich ein kleiner idyllischer Garten. Der Trubel der Stadt verstummt hinter mir.„Eine Frau erfindet sich neu – von der Architektur zur Fotografie“ weiterlesen

Das Leben ist bunt – Von der Waterkant in den Pott

Dortmund. Mitten in der Pubertät verschlägt es die dreizehnjährige Flensburgerin mit ihrer Familie nach Essen. Sie besucht dort eine Schule in Katernberg: Die ersten Wochen erlebt Anette Göke, den von der damals noch aktiven Schachtanlage Zollverein geprägten Stadtteil mit typischen Bergarbeitersiedlungen, Halden und Bahnanlagen, als Kulturschock.

Bild aus der Ausstellung "Das Leben ist bunt" von Anette Göke, Foto: Bettina Brökelschen
„Das Leben ist bunt“ von Anette Göke, Foto: Bettina Brökelschen

„Das Leben ist bunt – Von der Waterkant in den Pott“ weiterlesen

Den Rahmen sprengen

Petra Reth im Interview mit Annette Mertens, Foto: Bettina Brökelschen
Petra Reth im Interview mit Annette Mertens, Foto: Bettina Brökelschen

Hinter vorgehaltener Hand

nennen sie viele den „Engel von Dortmund“. Wer ist diese Frau? Ich möchte es genauer wissen und verabrede mich mit ihr zum Interview. Petra Reth lebt in Dortmund. Seit 33 Jahren arbeitet sie als Arzthelferin in derselben Praxis. Die Ärzte kamen und gingen. Petra Reth blieb, die Patienten ebenfalls.„Den Rahmen sprengen“ weiterlesen

Der Wunsch nach Selbstbestimmung – so entstand Malpott in Dortmund

Malpott: Nadine Tilse (li.) und Manuela Herdrich an ihrem Mietarbeitsplatz im „WorkInn“ (Foto: Carmen Radeck)

Sie kennen sich flüchtig durch gemeinsame Freunde, als Nadine Tilse während ihrer Hochzeitsvorbereitungen die Idee zur Gestaltung der Tisch-Deko kommt. Zu dieser Zeit ist sie Produktmanagerin bei einem großen Kosmetikunternehmen. Sie jettet für ihre Arbeit um die Welt, lebt ein Jahr in New York. Das Reisen liegt ihr im Blut: Bereits während des Marketing-Studiums absolviert sie ein Semester in Spanien.„Der Wunsch nach Selbstbestimmung – so entstand Malpott in Dortmund“ weiterlesen

Sternenguckerin

Eine von innen mit Leder überzogene, diskret gegen unliebsame Lauscher abgesteppte Tür schließt sich in der Dortmunder Innenstadt hinter mir, als ich zum Interview bei Christine Lindemann erscheine.

Christine Lindemann – Astrologin im Revier, Foto: Susanne Beimann

Als Kind träumt sie von einer Karriere als Tänzerin. Doch dann ergreift die Tochter eines Bergmanns als junge Erwachsene den Beruf der Lehrerin für Deutsch und Geschichte. Anstelle einer Schullaufbahn entscheidet sie sich jedoch nach ihrem Referendariat für die Tätigkeit als Referentin für politische Bildung mit Studenten, Schülern und Lehrern. In diesem Rahmen kann sie sich mit den Themen beschäftigen, die ihr am Herzen liegen: Ökumene, Frauenbildung, Film, Öffentlichkeitsarbeit. Sie verbringt viel Zeit in Nicaragua und arbeitet dort mit Jugendlichen an Projekten auf dem Land und in Managua.

„Sternenguckerin“ weiterlesen

Ein offener Geist – Der Besuch im Atelier bringt die Gedanken in Bewegung

Dortmund. Almut Rybarsch-Tarry

Öffnungszeiten des Ateliers: mittwochs von 17 - 20Uhr Foto: Annette Mertens
Öffnungszeiten des Ateliers: mittwochs von 17 – 20Uhr Foto: Annette Mertens

„Angefangen hat es mit der Nibelungensage. Als etwa Achtjährige bedrängte ich meinen Vater, er möge mir die Geschichten von Kriemhild und dem Drachentöter vorlesen“ erzählt die Dortmunderin Almut Rybarsch-Tarry im Interview. Harte Kost für ein Mädchen im Grundschulalter. Doch die kleine Almut lässt sich nicht aufhalten. Sie hat viel Mitgefühl für die Drachen, die ihr Leben lassen müssen. Sie sieht sie aus der Sicht eines Kindes: Als lebendige, fühlende Wesen, die weder gut noch böse sind. Die großen und starken Fabeltiere haben für das kleine Mädchen sogar eher eine Schutzfunktion. Ihre ersten Figuren formt sie damals aus „Fimo“. Zeitweilig riecht das ganze Haus danach, wenn im Ofen der Rybarsch-Küche die ersten Skulpturen zu langlebigen Objekten „gebacken“ werden.„Ein offener Geist – Der Besuch im Atelier bringt die Gedanken in Bewegung“ weiterlesen

Miteinander statt allein – Coworking, die neue Art des Arbeitens

Dortmund. WorkInn

Foto: Simon Thon

 

Kennen lernen sich Dörte und Tim Schabsky 2006 während seines Zivildienstes in Unna. Es folgen drei Jahre Fernbeziehung während des Studiums: Das Paar pendelt zwischen Bonn und Frankfurt. Dörte absolviert in Bonn ihr Referendariat. Tim studiert in Frankfurt Betriebswirtschaft. Bonn wird ihre erste gemeinsame Heimat. Bald zieht es sie nach London: Tim studiert hier Immobilienwirtschaft. Dörte macht ihren Master als Übersetzerin.„Miteinander statt allein – Coworking, die neue Art des Arbeitens“ weiterlesen

Den Jahren Leben geben

Bettina Brökelschen, Foto: Manuela Herdrich
Bettina Brökelschen heute, Foto: Manuela Herdrich

Begleitet von frischem Kaffeeduft und mit einem strahlenden Lächeln begrüßt mich die Dortmunder Künstlerin Bettina Brökelschen zum Interview. Sie ist bekannt durch zahlreiche Ausstellungen ihrer farbintensiven, in leuchtenden Tönen gestalteten Bilder von typischen Dortmunder Wahrzeichen und BVB-Spielern. Aber auch durch ihre abstrakten Bilder und Illustrationen in Kinderbüchern. Aktuell arbeitet sie an einem Bild für das Konzerthaus Dortmund.„Den Jahren Leben geben“ weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: