Zwischen Leben und Tod

befindet sich eine gute Freundin. Sie liegt im Koma. Ihre körperliche Verfassung ist schlecht. Die Ärzte haben wenig Hoffnung.

Seit einigen Tagen weiß ich davon. Den ersten Schock habe ich verdaut.  Diesen Zustand hätte sie sich nicht gewünscht. Diesen Zustand wünscht sich wohl niemand.

Ich habe die Wahl: Festhalten oder Loslassen. Ich entscheide mich für das Loslassen, denn der Mensch, diese gute und wichtige Freundin, die sie mal war, ist längst nicht mehr da.

Südwestfriedhof Dortmund, Foto: Annette Mertens

Leider kann ich euch kein Foto von dieser lebendigen, liebenswerten, intelligenten, sportlichen, erfolgreichen und attraktiven Frau zeigen. Statt dessen entdeckte ich bei https://herzundverstand.blog ein sehr schönes und passendes Gedicht von Nati, das ich euch gerne vorstellen möchte:

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Zwischen Leben und Tod

109 Gedanken zu “Zwischen Leben und Tod

  1. Liebe Annette, was bleibt da zu sagen? Ein Like ist für deine schmerzhafte Trauer auch nicht das Wahre.
    Ich frage mich, was Loslassen hier für dich ist. Wirst du nicht mehr zu ihr gehen oder anerkennst du einfach nur, dass sie jetzt ihren Weg geht, ohne dass du sie davon abhältst? Das zweite wäre Loslassen für mich. Und dieses Loslassen spüren meiner Meinung nach Menschen im Koma. Sie spüren aber auch oft den Besuch, das Händehalten, Musik usw und das kann ihnen guttun. Ich kenne diese Situation sehr gut und habe sie mit einem Menschen erlebt, der mir näher nicht hätte sein können. So wünsche ich dir viel Kraft und die richtigen Entscheidungen für sie und für dich. Mit einer lieben Umarmung, Petra

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  2. Oh ja, es ist schockierend und erschreckend eine geliebte Freundin so zu sehen. Ich kann dir sehr gut nachfühlen. Zwei meiner Brüder sind jung verstorben, eine Freundin noch nicht, aber diese Zeiten rücken auch immer näher …… Loslassen ist schwer, aber manchmal wichtig und auch richtig. Viel Kraft und schöne Erinnerungen wünsche ich Dir, Sigrid

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  3. Das ist so ein Beitrag, der so unendlich traurig ist, und mich dran erinnert, dass man das Leben viel mehr genießen sollte. Was macht schon ein Kilo zu viel auf der Waage, was bringt es, sich im Büro einzuschließen. Es kann so schnell vorbei sein!
    Ich wünsch Dir und allen Angehörigen ganz viel Kraft. ❤️
    Grüße aus Irland

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  4. Liebe Annette, das tut mir sehr leid und es ist schwierig, da die passenden Worte zu finden. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und behalte deine Freundin so lebendig in deine Erinnerung. Das Gedicht ist wunderschön und so passend. Fühl dich gedrückt.
    Liebe Grüße

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  5. Liebe Annette, alles zulassen und dabei loslassen, das ist eine der schwierigsten Übungen, ich wünsche dir von Herzen, dass du sie meisterst.
    Danke auch für das Gedicht, ja … Du bist Du und Du eben auch und deine Freundin auch,
    mitfühlende Grüße und eine Umarmung dazu, Ulli

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  6. Ich war gerade unschlüssig, ob ich auf „gefällt mir“ drücken soll, denn so etwas liest man nicht gerne, das gefällt auch nicht.
    Es tut mir sehr leid, nicht nur für deine Freundin, sondern auch für dich. Niemand möchte sich damit auseinandersetzen oder konfrontiert sehen müssen, und loslassen ist oft schwer. Daher wünsche ich dir, dass es gelingt…
    Alles Liebe und eine Umarmung für dich ❤
    Was ich deiner Freundin wünschen soll, weiß ich nicht so recht. Vielleicht einfach das, was sie sich selber wünschen würde 🙂
    Tanja

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  7. ach annette, wie schrecklich und furchtbar. wie ist sie denn in diesen zustand gerutscht? eine absolute alptraumvorstellung, die sich wirklich niemand von uns wünschen würde… ich glaube, loslassen ist eine gute entscheidung, für euch beide… viel kraft dafür!

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  8. Liebe Annette.
    Du hast ihr die letzte Ehre erwiesen indem du sie loslässt.
    Sie kann und darf gehen, es ist ok. Es ist schwer, für alle Hinterbliebenen.
    Ich bedanke mich dafür das du mein Gedicht für passend gehalten hast.
    Ich habe deinen Beitrag geliked weil ich weiß wie schwer es ist loszulassen was man liebt. Aber du hast es verstanden das sie und du so euren Frieden finden werdet.
    LG, Nati

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  9. Das gefällt mir habe ich ganz bewußt gedrückt. Was mir gefällt? Mir gefällt, das Du in dieser Zeit des Abschied nehmens zu Deiner Freundin hältst. Das ist wahre Freundschaft. Ich bin der festen Meinung, das sie das auch mitkriegt. Diese letzten gemeinsamen Momente kommen nie wieder.

    Gefällt 4 Personen

    • danke, lieber Jürgen. Ich hoffe, sie bekommt es mit. Seit ich davon erfahren habe, habe ich ein Foto von ihr hier von einer gemeinsamen Motorradtour auf dem Schreibtisch liegen: Sie wirkt darauf sehr fit, gesund und glücklich. So habe und halte ich sie in Erinnerung

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  10. An dieser Stelle ist dieses“Gefällt “ mal wieder völlig deplatziert. Ich drücke es auch nicht, zum Zeichen das ich dein Beitrag gelesen habe.Das siehst du auch so. Ich wünsche dir alle erdenkliche Kraft, die man benötigt um solch eine Situation zudurchleben. Loslassen ist einfach dahingesagt, Gemeinsamkeiten und Erinnerungen werden dich immer begleiten.
    LG Werner.

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  11. Sie geht diesen Teil ihres Weges nun alleine, du kannst sie nicht begleiten. Sie ist wie ein Blatt, das der Wind fortträgt. Aber du kannst ihr hinterher schauen und dich froh an dem freuen, was sie einst war und was ihr füreinander ward. Die Kraft dazu wünsche ich dir von Herzen.
    Martin

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  12. oh. das sind solche dinge, wo mir worte fehlen … das tut mir sehr leid.
    nur so viel: loslassen – ist etwas ganz wichtiges.
    (dieser friedhof – ich mag ihn sehr – begleitet mich seit der kindheit. dort liegt auch mein vater.)
    ich wünsche dir alles liebe und viel kraft, liebe annette!
    diana

    Gefällt 3 Personen

  13. Ja, Menschen, die zwar noch irgendwie da sind und doch weg. Bei manchen Krankheiten verändern sie sich so, dass man sie nicht mehr als die erkennt, die sie mal waren, bei anderen verabschieden sie sich langsam aus der Erinnerung – auch der eigenen – und in deinem Fall ist der Mensch schon gar nicht mehr ansprechbar, spricht nicht mehr an.

    Man hat wohl nur die eine Möglichkeit, Loszulassen – alles andere wäre noch viel schwerer und würde wohl kaum etwas „bringen“. Woran möchte man sich halten? Doch nur an Erinnerungen. Man könnte sich nur an all dem halten, was nicht mehr ist, denn das, was (noch) ist, ist die einzige Realität – und sie erscheint uns ab und an „un-haltbar“.

    Ich wünsche dir viel kraft (auch Loslassen braucht die ab und an) und schicke dir liebe Grüsse
    Sandra

    Gefällt 6 Personen

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