Vernünftig unvernünftig 

Annette – Ardennen, Foto: privat

Wann warst du zum letzten Mal „unvernünftig“ und hattest so richtig Spaß dabei? Verrätst du uns vielleicht sogar, was es war?

Vor lauter Vernunft vergessen wir oft, unserer Vernunft ab und an eine Pause zu gönnen und ein wenig unvernünftig zu sein.

 

Abschied vom Strand auf dem Weg zum Flughafen in Porto, Foto: privat

Kommt dir das bekannt vor? Wann hast du das letzte Mal etwas getan, dass du dir normalerweise nie erlauben würdest und hattest richtig Spaß dabei? Und ich spreche jetzt nicht von deinem gewohnheitsmäßigen, nächtlichen Kühlschrankbesuch (gewiss auch ein Risiko wider besseren Wissens ;-) ), sondern von etwas, das du im Alltag sonst niemals tun würdest und von dem du insgeheim vielleicht sogar schon lange träumst.

Das sagt Wikipedia über den Begriff Vernunft, falls du es genauer wissen  möchtest: https://de.wikipedia.org/wiki/Vernunft

Zu diesem Thema inspiriert haben mich übrigens die Blogs von https://herzundverstand.blog/, ein Gemeinschaftsblog mehrerer Blogger*innen und der Blogbeitrag von Zoé, die sich spontan ihren Klinikaufenthalt angenehmer gestaltet hat.

Vernünftige Unvernunft

36 Gedanken zu “Vernünftige Unvernunft

  1. Liebe Annette,
    Du weisst es ja eigentlich schon aus meinem Blog [https://wp.me/p4uPk8-1W9], dass ich im Juli so „verrueckt“ war und von hier nach Indiana geflogen bin, um mir das Fussballspiel des BVB Dortmund gegen den FC Liverpool anzusehen. Aber manchmal muss man eben auch verrueckte Dinge tun, und es hat Spass gemacht.
    Liebe Gruesse, einen guten Rutsch, und alles Gute, vor Allem gute Gesundheit, in 2020,
    Pit

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  2. Deine Frage hat mich gerade irgendwie erschrocken. Danke für die inspirierende Frage ;-)

    Im Moment bin ich fast jeden Tag unvernünftig, da ich meine Lebensgewohnheiten so umstelle, die mich immer mehr ich sein lassen – ungeachtet dessen, was mein Außenherum von mir erwartet ;-) Das fühlt sich immer lebendiger an. Ist aber auch anstrengend.

    Ich sollte viel öfter unvernünftiger sein…

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  3. Was uns wohl insgesamt verloren geht (verloren gegangen ist?), ist es, unseren Alltag insgesamt mit ein wenig „Unvernunft“ und Humor zu versehen. Dazu gehört auch sicherlich, hier und da unvernünftig zu sein. Wie auch immer das für den einzelnen aussieht…. Das ist so individuell wie unser Leben selbst.
    Aber in Zeiten der digitalen Transformation, in denen Selbstdisziplin zum Heiligen Gral gekürt und digital gemessen und überwacht wird, dringt diese Einstellung leider immer weniger an die Oberfläche. Schade.

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  4. Ich war gerade nüchtern auf einer Weihnachtsfeier. Habe mit rotzbesoffenen Kollegen Schlager gehört und ‚Tabu ab 18‘ gespielt. Aus persönlicher Sicht durchaus unvernünftig, sich in so einer Lage nicht vollaufen zu lassen, aus Sicht meiner Leber allerdings sehr vernünftig. Somit ein theamtischer Graubereich. Und gegen alle Erwartungen hat es Spaß gemacht.

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  5. Ich tu mich wirklich schwer damit. Mein Leben verlief ziemlich gegengesetzt zu Rainers. Keine Berufspläne nach dem Abi, irgendeine Ausbildung gemacht, die sich gerade anbot; gearbeitet, Job aufgegeben für ein total sinnloses (in den Augen anderer, mir hat es ja gefallen) Studium, mit 58 den gutbezahlten WHO-Job an den Nagel gehängt etc. etc., aber ich selber fand das alles ja nicht unvernünftig. Etwas finden, was ich sonst nicht machen würde und was Spass macht, schwierig, wenn etwas aussieht, als ob es Spass machen könnte (nach meinem Massstab für Spass, dazu gehört nicht Ballon fliegen oder Banji-jumping), greife ich immer zu.
    Hm, was ich unvernünftig fand war die Idee, ein Haus zu kaufen. Das ist wohl das einzige, was ich normalerweise nie gemacht hätte. Dahinter steckte, dass man mit eigenem Haus und Garten machen könnte, was man wollte. War aber nicht so toll mit Abhängigkeit von der Bank und so. Aber bereut habe ich es nicht, denn als Erfahrung war es nützlich.

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    • Für mich klingt das bei dir alles ziemlich ausgewogen, nach einem zufriedenen Leben und das ist das, was zählt.
      Das gelingt nicht allen Menschen und ich freue mich immer, wenn ich höre oder lese, wie Menschen das für sich hinbekommen haben. Ich selbst habe viele Jahre viel zu vernünftig gedacht/gehandelt und war viel zu streng mit mir. Glücklicherweise sehe ich das heute auch anders :-) Liebe Grüße in den Norden, Annette

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  6. Ich stelle gerade fest, dass ich überhaupt keine Ahnung mehr habe was Vernunft und was Unvernunft für mich sind – auch nach der Lektüre bei Wiki… hier geht ein Türchen auf :)
    Danke für die Anregung

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  7. Wunderbares Thema! Erster Gedanke: ist schon wieder viel zu lange her :D zweiter Gedanke: Vermutlich vor zwei Wochen auf der WG Party, als ich einfach mal den Typen neben mir abgeknutscht hab. Hätte ein Fall für MeToo werden können, stattdessen nimmt es seinen Lauf ;)

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  8. Unvernünftig ist man wohl nur mit seinem Herzen, denn wer dies nicht am rechten Fleck hat, dem fehlt das Talent zur Unvernunft. In diesem Sinne war ich selten ganz Vernünftig, doch meistens rational, aber irgendwas ist ja immer liebe Annette ;-) Dir einen fabelhaften Adventssonntag!

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  9. Unvernunft? Herr Im Himmel, wie kommst Du auf diese Frage?

    Wenn ich so auf mein Leben zurückblicke war das Meiste pure Unvernunft. Studium und erfolgreiche Karriere als Arzt, obwohl ich viel lieber Möbeltischler geworden wäre. In der Jugend eine Ausbildung zum Elitesoldaten, obwohl ich am Kriegsspielen nie Freude gefunden habe. Bis heute habe ich mir nie eine „außertarifliche“ berufliche Auszeit gegönnt, krank bin ich oft zur Arbeit „gehumpelt“, statt Kasse zu machen usw. usw. Also, um Deine Frage zu beantworten, das Leben unter einem Leistungsgedanken ist stringente Unvernunft, frag mich lieber, wann ich tatsächlich mal vernünftig war. Dir einen schönen Tag.

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