Kleine Blog-Pause

Neuseeland/Schaf, Foto und Bildbearbeitung: Annette Mertens

Vor einem Jahr kippte ich beim Einkaufen im Supermarkt einfach so um. Dabei schlug ich mir ungünstig den Kopf an. Die stark blutende Kopfwunde musste mit fünf Stichen genäht werden. Außerdem hatte ich eine leichte Gehirnerschütterung. Nichts lebensbedrohlich Dramatisches also. Für einige Wochen hatte ich zwischendurch „leichten Seegang“ im Kopf. Die Wunde verheilte schnell. Die rasierte Stelle am Kopf war nicht sichtbar – danke auch an meinen Friseurmeister Jörn von „Haarwerk“ für seine Schneidekunst.

Sämtliche Untersuchungen blieben – glücklicherweise – ohne Befund.
Ursache: bis heute unklar.

Obwohl seitdem viel Zeit vergangen ist und es keine weiteren Vorfälle dieser Art gab, war es ein eindrückliches Erlebnis, das ich nicht vergessen möchte. In den Tagen nach dem Unfall wachte ich morgens mit dem Gedanken „Juhu, ich bin noch da“ auf. Alles, was mich sonst in meinem Alltag beschäftigte oder belastete, war plötzlich ganz unwichtig. Genau das macht dieses Erlebnis kostbar, auch wenn es gerne weniger dramatisch hätte sein dürfen 😉

Ich nehme diese eindrückliche Erfahrung von vor einem Jahr zum Anlass für eine kleine Schreibpause hier, denn dieser Unfall führte mir vor Augen, worauf es wirklich im Leben ankommt: Nicht völlig durchgetaktet von einem Termin zum nächsten jagen, sondern ab und an auch mal innehalten und das Leben  genießen.

Wie ich anderer Stelle schon schrieb, weiß keiner, wie lange unser Leben dauert, also lasst uns das Beste daraus machen, was immer das für jeden von euch bedeutet.

Eine für mich damals ’schwer zu schluckende Kröte‘: Auch wenn es sich so anfühlt, die Welt geht nicht unter, wenn wir  nicht immer und überall dabei sind.

Mein Lebensmotto heißt nicht umsonst „Life is short – take the scenic route“ 🙂

Lasst es euch gut gehen! Auf bald, viele liebe Grüße, Annette

P.S. Inspiriert wurde ich zu diesem Beitrag übrigens von Bettina, die in ihrem Blog  „http://www.ohmyyogi.de/hoer-auf-zu-funktionieren/“ über eine kurze Auszeit schreibt.

Ihr Portrait bei den Ruhrköpfen findet ihr hier: https://ruhrkoepfe.wordpress.com/2015/03/08/von-scheinheiligkeit-keine-spur-ein-ausflug-in-die-nachbarschaft/#more-809

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Pause, denn die Welt geht nicht unter, wenn…

168 Gedanken zu “Pause, denn die Welt geht nicht unter, wenn…

  1. manche erfahrungen sind schon eher der heftigeren natur – aber oft sind sie eine art schuss vor den bug, damit wir wieder wissen, worauf es ankommt. zum glück ist nichts schlimmeres passiert und du konntest gewissermaßen eine wichtige erfahrung daraus mitnehmen. trotzdem drücke ich dir natürlich die daumen, dass so etwas nicht nochmal vorkommt!

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  2. liebe ruhrköpfin…. ich schaue hier eh öfter rein, hoffend, dass ihre pause bald vorbei sein könnte? aber natürlich sind pausen ganz wunderbar, sofern es sich um pausen von etwas unangenehmen handelt. für so manchen blogger mag das bloggen eine blaupause des lebens darstellen, dann könnte er eine pause gebrauchen. manche, nehmen den blog zum pause machen.
    ich hoffe, es geht ihnen gut in der pause und völlig eigennützig hoffe ich, dass sie bald hier weiter machen.
    herzlichen gruß 🙂

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    • Hallo meertau, ich freue mich über deinen/ihren Besuch hier und danke für’s Nachfragen 🙂
      Leider kann ich noch nicht absehen, wie lange es dauert. Die Portraits sind sehr zeitintensiv und ich möchte euch eine möglichst bunte, reichhaltige Mischung bieten. Zwischendurch schaue ich hier und da immer mal in den verschiedenen Blogs vorbei… Also bis ganzbald und viele liebe Grüße, Annette

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  3. Pingback: a day in life 32. – verloren | gokui

  4. Das stimmt, die Welt ist einfach viel zu hektisch geworden. Man muss alles schnell machen, ohne nachzudenken, ohne an das eigene Wohlbefinden zu denken. Das ist die richtige Entscheidung deinerseits, ich habe hier auch schon mal „kurze Pausen“ gehabt, weil ich nicht wusste, wo mir der Kopf steht. Es ist eigentlich traurig, dass viele Menschen es überhaupt nicht bemerken, dass es ihnen zu viel ist, erst wenn es zu spät ist. Alles Gute für dich! Erhol dich gut! lg bilere

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  5. Könnte Stress gewesen sein. Hätte ich auch mal, sämtliche Untersuchungen ergaben… Nichts. Zum Glück so auch bei dir. Ich freu mich, dass du dies als Schlüsselerlebnis anerkennst und nun des Öfteren Inne hältst! Und genau das sollte man täglich tun. Inne halten. Abschalten, in dich gehen. Einfach sein, in dem Moment. Ein sehr schöner Beitrag. Pass weiterhin gut auf dich auf. Alles alles Liebe, und hoffentlich bis bald

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  6. Tja, das kann ich sehr gut nachvollziehen…Stressen lassen sollte man sich vom Bloggen auf keinen Fall, im Gegenteil, es soll doch einem selbst und anderen Freude bereiten… Erhol´ Dich gut, pass´ auf Dich auf. Mein TIpp: Wenn Dich irgendeine „Mißempfindung“ dazu bewogen hat, kürzer zu treten, geh´sofort zum Arzt und lasse Dich durchchecken. Das man „keine Ursache“ gefunden hat, heißt ja nicht, dass es keine gab! Ich freue mich, wenn Du wieder fröhlich und erholt ins Bloggergetümmel zurück kommst! Bis bald, Nessy von den happinessygirls.com

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  7. Mal noch so nachgeschoben. Man oder eben Frau muß ja nicht immer alles so ernsthaft bloggen. Klar, das wird für Dich das ursprüngliche Ziel gewesen sei. Aber einfach mal „nur so“, ein wenig den Alltag reflektieren lassen, wenn die Finger die Gehrinströme niedertippen, also quasi nur aus Spaß. Kann auch intressant sein… 😉

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  8. Carpe diem ist auch mein Motto, und vor allem in letzter Zeit denke ich viel darüber nach, ob ich bei dem mir selbst auferlegten „rat race“ wirklich weiter so mitmischen will. Wir leben in einer sehr schwierigen Zeit, müssen überall präsent sein, am schnellsten und besten sein…ich frage mich, müssen wir das wirklich? Wenn dann solche Dinge passieren wie bei dir, relativiert sich das Ganze wieder, zum Glück. Pass auf dich auf und geniesse die Auszeit 🙂

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  9. Meine Liebe, geht es denn ums bloggen auf „Teufel komm raus“ Dann käme doch sowieso nichts Brauchbares dabei heraus. Aber ich kenne diesen Blödmann im Kopf auch, der immer gleich dieses hämische Grinsen aufsetzt und sagt, „ätsch, das wars jetzt …Nein, mein Motto, weniger ist mehr…. und mein Lieblings-Zenspruch von dem alten Zenmeister Nagaya Kichi lautet: „Vorteil ist Nachteil, Nachteil ist Vorteil“. Das läßt sich nahezu immer anwenden.
    Auch ich hatte kürzlich eine kleine Krise. Es ging um Worte, die verletzen können und schwups kam ein wunderbarer Blog zu mir von einer Zen-Lehrerin über den Umgang mit Worten und die gebotene Achtsamkeit in diesen Sachen. Das war ein solches Geschenk und hat mich wieder auf den Boden gestllt.

    Also, halt ruhig die Füße still. Die Kreativität kommt, sobald du sie losläßt.
    Liebe Grüße von Marie

    Liebe Grüße

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    • danke sehr Marie ❤
      Weniger ist mehr – eine meiner Lieblingsformulierungen. Vorteil ist Nachteil, Nachteil ist Vorteil kannte ich noch gar nicht – wird notiert 🙂
      Diese Krisen, lach, sie bringen meist die tollsten Ergebnisse. Ohne sie gäbe es die Ruhrköpfe wohl gar nicht… Viele liebe Grüße und auch ein dickes Dankeschön für deinen inspirierenden Kommentar, Annette

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  10. Pause wem Pause gebührt. Unabhängig von den persönlichen Erlebnissen sollte man dies ab und an tun, den Kopf ein wenig frei bekommen und in regelmäßigen Abschnitten ein wenig Bilanz ziehen, an welchen Stellschrauben zu drehen ist oder welche vielleicht komlett dejustiert sind. Vielleicht auch mal was ganz anderes tun, auch nur für einen Tag, eine Woche, Tapetenwechsel, etc.
    Nichts schlimmer, als dass man zu lange den falschen Weg geht, aber auch der kann erhellend sein.
    Danke für den link und eine gute Zeit.
    Take care, AP.

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  11. Liebe Annette, Du machst das richtig. Man sollte nicht erst von aussen gezeigt bekommen, dass es Zeit für eine Pause ist. Ich werde Dich vermissen, aber gleichzeitig mich darauf freuen, wenn Du wieder bloggst. Ganz liebe Grüße, Ann

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  12. Ach, ja…Intelligente und starke Frauen rocken
    So wie Du! ❤
    Ich drück dich, liebe Annette und
    wünsch dir eine ganz wunderbar, entspannte Zeit,
    auch wenn der Vogel hier gerade
    ein leises Tränchen verdrückt…
    Sie kommt ja wieder.

    Bis Bald 😉

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  13. Ihr seid mir ja schöne Yogis! Da müsst ihr erst auf den Kopf fallen oder ne Lebenskrise kriegen, damit ihr ein Päuschen einlegt. „Völlig durchgetaktet von einem Termin zum nächsten zu jagen“, ist, da sind wir uns einig, grundfalsch, denn wenn die Sachen, die man tut, nicht als Leben empfunden werden – weg damit. Arbeit kann voller Lebensgenuss sein. Umgekehrt kann Pausieren (oder gar Arbeitslosigkeit, Rentenalter, „Dauerurlaub“) Langeweile und Leere verbreiten. Es ist wie beim Atmen: man muss den eigenen Rhythmus finden.
    Dir, liebe Annette, gutes Pausieren!

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    • danke sehr 🙂
      Der eigene Rhythmus ist eine gute Basis, besonders bzw. gerade dann, wenn er im Alltagsgetümmel mal übersehen wird.
      Wie ist das Leben bei euch? Ähnlich trubelig und quirlig wie hier im Ruhrgebiet?
      Viele liebe Grüße und auf bald, Annette 🙂

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  14. Liebe Annette,
    was für eine Geschichte! Und doch sind es genau diese Geschichten, die uns daran erinnern, dass es um Leben, nichts als Leben geht. Ich schrieb es schon oft und auch gerne heute noch einmal hier: Das Leben wartet nicht.
    Ich wünsche dir eine erfüllte Auszeit mit vielen Sternenstunden.
    Vermissen werde ich dich trotzdem, aber das darf ich ja 😉

    liebe Grüsse
    Ulli

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  15. Weißt du, deine Portraits, da steckt viel Arbeit drin. Und dass irgendwann die Luft raus ist, und man keine Lust mehr hat und einfach denkt, „Leben wär jetzt auch mal nett“, kann ich mehr als gut verstehen. (Aber wenn du jetzt die Panorama-Route nimmst, gib Acht, Laub ist gern mal rutschig im Herbst ;-))
    Vielleicht hast du ja öfter mal Lust, ein Dortmund-Bild einzustellen, wenn du schon nicht komplett in der Versenkung verschwinden willst?
    Mir wirst du auch fehlen, daher schieb ich schon mal vorsorglich Kaffee und Kekse in größeren Mengen rüber ….
    Liebe Grüße, lass es dir gut gehen
    Christiane

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    • danke sehr Christiane ❤ Ich bin nicht wirklich weg und werde immer mal schauen, was ihr so macht. Du bringst es sehr genau auf den Punkt: nach einer Serie von Portraits brauche ich nun ein wenig Abstand vom Schreiben. Dafür werde ich öfter mal bei dir auf einen Keks oder Kaffee vorbeischauen 😉 Viele liebe Grüße und auf bald, Annette

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  16. Jeden Buchstaben jeden dieser Sätze kann ich nachvollziehen / und sage einfach schlicht. Ja. Ja zu diesen deinen Gedanken. Man kann es sich nicht vorstellen ohne solche Schicksalszäsuren. Und danach ist es nie mehr wie vorher. Es gibt definitiv mehr und wichtigeres als im Hamsterrad im Takt zu tanzen. Dir das beste in deinem ganz eigenen Sinne. L

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  17. Was ist denn eine kleine Blogpause?

    Ich denke, wenn das Bloggen zu einer irgendwie belastenden Verpflichtung wird, ist ein wenig loslassen ebenso stimmig, wie dann, wenn man sich in den tiefen der Blogwelt verirrt und die Auswege in die vis a vie Begegnungen immer häufiger verpasst. Gerade das Bloggen bedarf wohl sehr viel Achtsamkeit und eine gewisse Form der Selbstdisziplin.
    Ich werde das Ausbleiben deiner freundlichen likes und kleinen Kommentare bemerken.
    Liebe Grüße
    Wiltrud

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    • Hallo Wiltrud, ganz weg bin ich nicht. Likes und Kommentare werde ich weiterhin bei dir hinterlassen 😉 Ich schreibe bloß momentan keine Portraits – davon brauchen ich eine Pause bis voraussichtlich Anfang des Jahres…
      Viele liebe Grüße, Annette

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  18. Pausieren ist ja kein Beenden. Wie lange die Pause dauern soll hast du nicht geschrieben und das ist auch gut so. Denn ein angekündigtes Ende der Pause würde dich ja wieder unter Druck setzen, dann wieder pünktlich da zu sein. 🙂
    Dein Friseur fehlt mir übrigens noch in meiner Sammlung. Der würde da auch noch ganz gut rein passen:

    Friseur

    Wer weiß, vielleicht bin ich ja mal in der Gegend und hole mir ein Foto seines Firmenschilds 🙂

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  19. Genau, gönn dir das, klingt nach ner guten Idee 🙂
    Ich steuer auch grad auf ne mehr oder weniger Zwangs-„auszeit“ zu, weil mein Schleppdepp (das Ding, mit dem ich normalerweise 8-10 Stunden am Tag verwachsen bin) in Reparatur fährt. Eine richtige Pause in dem Sinn wirds nicht, weil ich die Zeit für Recherche und Lernen nutzen werd, aber weit chilliger als meine sonstigen Arbeitstage, und auch wenn ich meinen Schleppdepp sehr ungern aus der Hand geb freu ich mich drauf 🙂

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  20. liebe annette, es ist immer gut, auf sich aufzupassen und auf seine innere stimme zu hören.
    und wenn es irgend geht, sein leben so einzurichten, dass es einem gut tut, gut geht.
    dazu gehören auch pausen, innehalten.
    eine gute zeit dir, bis bald und danke für diesen blog, der mich immer an viele dinge erinnert, (heute durch den link zum haarwerk an „mein“ kreuzviertel), und der ja im übrigen nie wegläuft 🙂
    diana

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